Bei der Schule

In der Schule

Inwiefern unterscheidet sich der Schulalltag von Hannah Vogel und Tessa Schnösel? Sie ist der zentrale Ort für die frühzeitige berufliche Orientierung junger Menschen. Arbeitsstress / Stress in der Schule. Aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht ist die Schule als Lebensraum ein wichtiges Feld der Gesundheitsförderung.

Die Vorteile des Programms für Schulklassen

In das Konzept der schulischen Karriererichtung sind die Module Potentialanalyse und Workshoptage einfließen. Sie ist der ideale Standort für die frühzeitige berufliche Orientierung von jungen Menschen. Gemeinsam mit ihren Erziehungsberechtigten begleitet sie die jungen Menschen in dieser heiklen Phase ihres Lebens, indem sie ihren Berufsorientierungsprozess aufnimmt und dann am Puls der Zeit bleibt. Aber damit nicht genug: Mit ihrem Konzept der Berufsausrichtung spielt die Schule eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung des Karriereentwicklungsprozesses ihrer Schüler.

Wenn eine Schule am Projekt teilnimmt, steigert sie Art und Umfang ihres beruflichen Orientierungsprogramms. Die Lehrenden erfahren ihre Lernenden aus einer anderen Perspektive und entwickeln neue Kraft. So mancher " schulmüder " Unruhestifter begeistert sich in seiner Praxis und erlangt die Aufmerksamkeit seiner Truppe. Das BOP bietet Lehrern neue Erkenntnisse über das weite Feld der Lehrberufe.

Dabei handelt es sich immer um eine Kooperation: Die projektführenden Stellen schliessen Kooperationsverträge mit den Regionalschulen ab, die dann ihre siebte oder achte Klasse zu den Potenzialanalysen und Workshoptagen entsenden. Wenn eine Schule am BOP teilhaben möchte, kann sie sich an die Regionalinstitutionen wenden und einen Antrag oder eine Zusammenarbeit einreichen. Die Teilnahme steht allen Grundschulen offen.

Für die Antragstellung, die immer vom Jänner bis zum Jänner eines jeden Jahrgangs stattfindet, verlangen die entsprechenden Institutionen von den teilnehmenden Waldorfschulen eine Willenserklärung unter Angabe der erwarteten Schülerzahlen. Sie können dann den Zeitplan mit den Hochschulen koordinieren und einen Kooperationsvertrag unterzeichnen. Für diesen gegebenen Zeitabschnitt wird davon ausgegangen, dass die Potentialanalyse ab der zweiten Hälfte der 7. Klassen und die Workshoptage in der achten Klassenstufe erfolgen werden.

Nach der zweitägigen Potentialanalyse folgt in den meisten Ländern die BOP-Workshop-Tage. Auf spielerische Weise erforschen die jungen Menschen ihre eigenen Fähigkeiten und erproben in einem geschützten Bereich in Begleitung von versierten Trainern unterschiedliche Berufsbilder. Die Vorlaufzeit für den Start einer Zusammenarbeit zwischen Berufsbildungseinrichtung und Schule beträgt etwa ein bis eineinhalb Jahre vor dem eigentlichen Start der Aktion.

So wird beispielsweise in einem Informationsgespräch zwischen dem Auftraggeber und der Schule diskutiert, wie die Erkenntnisse und Resultate des BOP in den (Berufs-)Unterricht übernommen werden können und wie weitere berufliche Orientierungsmaßnahmen folgen können. Teilweise muss die Schule zwischen BOP-Angeboten unterschiedlicher Berufsbildungseinrichtungen ausweichen. Die Hauptaufgabe der Schule ist es daher, über das geeignete POP-Konzept zu entscheiden.

Schule und Sponsor vereinbaren das pädagogische Gesamtkonzept; darüber hinaus werden Kontaktpersonen und Kommunikationskanäle, die Terminplanung und die regelmäßigen Koordinationstermine ermittelt. Zum einen liefern die Bildungseinrichtungen den Gestaltungsrahmen während der Vorarbeiten. Sie lädt die Mütter und Väter zu Infoveranstaltungen in ihren Räumen ein, gibt Informationsmaterial weiter oder kümmert sich um Einwilligungen.

Andererseits können nur sie die Bedingungen für eine gute Anerkennung des BOP bilden - bei Lehrern, Schülerinnen und Schülern sowie bei den EItern. Zudem sind die Bildungseinrichtungen eine Anlaufstelle für andere Akteurinnen und Akteurinnen im Rahmen der Schulorientierung, wie z.B. die schulische Sozialarbeit, Arbeitsagenturen, die Unterstützung beim Berufseinstieg oder ggf. Kooperationsbetriebe. Im Gespräch bereiten die Lehrkräfte ihren Unterricht auf die Potentialanalyse und die Workshoptage vor.

Die jungen Menschen werden ermutigt, neue Arbeitsfelder zu erproben - und nicht nur das eigene als Nachbar zu bevorzugen. Gibt es für den Unterricht oder einzelne Kinder etwas zu berücksichtigen (z.B. Allergie, gesundheitliche Beeinträchtigungen, organisatorische Fragen), so unterrichten die Lehrer die Mitarbeiter der Bildungseinrichtungen entsprechend. Diese sind sowohl für Trainer als auch für Schulklassen Kontaktpersonen und verfolgen das aktuelle Geschehen oder beteiligen sich selbst an den Praxisübungen.

Als begleitende Aufsichtspersonen vor Ort intervenieren sie, wenn (z.B. disziplinarische) Schwierigkeiten bei Potenzialanalysen oder Workshoptagen auftauchen. Das Vorhandensein der Lehrkräfte wird von den jungen Menschen als individuelle Anerkennung wahrgenommen und geschätzt. Das Lehrpersonal erlebt die jungen Menschen in der Praxis und sammelt Einsichten. Der Fokus liegt auf der Kompetenz; die Lernenden werden nicht evaluiert, sondern betreut und geförder.

Weil sich die Lernatmosphäre von der normalen Schulumgebung abhebt, finden Lehrer oft neue Interessen und Begabungen bei ihren Kindern und vertiefen ihr eigenes Wissen über Lehrberufe und die Berufswelt. Diese erfassen die Lernfortschritte der jungen Menschen und fördern sie; darüber hinaus leiten sie das erworbene Wissen an die Lehrenden weiter. Je nach Schultyp und Schule kann die rege Teilnahme der Lehrer an den Workshoptagen Sinn machen und zu einer dauerhaften Wirksamkeit des Programmes beizutragen.

Partizipation befähigt Lehrer, Berufsbilder praxisnah zu erfahren, die Erfahrung der jungen Menschen zu begreifen und das gemeinsame Erlebnis in die weitere Betreuung miteinzubeziehen. Dabei wird auch berücksichtigt, wie das BOP am besten in das berufliche Orientierungskonzept und den weiteren Schulunterricht integriert werden kann. In der Nachbereitungsphase spielen die Schulklassen eine besonders große Bedeutung, da sie ständigen Austausch mit den Kindern und ihren Vorfahren haben.

Nach der Potentialanalyse werden in den Berufsbildungszentren mit den SchÃ?lern einzelne FeedbackgesprÃ?che gefÃ?hrt, bei einigen Berufsbildungszentren auch nach den Workshoptagen. Der organisatorische Bezugsrahmen für die Diskussionen wird von den Hochschulen vorgegeben. Mit Zustimmung der jungen Menschen und ihrer Erziehungsberechtigten beteiligen sich auch die Erzieherinnen und Erzieher an den Diskussionen. Sie helfen ihren Kindern, die gewonnenen Erfahrungen für ihre eigene Entwicklung zu nutze zu machen und Vorschläge für einen eventuellen Karriereweg zu entwickeln.

Wird diese persönliche Stärke im Klassenzimmer genutzt, kann dies ein großer Motivationsimpuls für die jungen Menschen sein und sich auch in ihren Schulleistungen wiederfinden. Sie sind auch Schaltstelle für weitere Massnahmen der beruflichen Orientierung an der Schule. Verwenden Schulklassen ein bindendes Dokumentationsmittel wie den Berufswahlpaß, werden dort die Resultate des BOP berücksichtigt.

Gemäß der Unternehmensphilosophie der Initiative Bildungskette sollen sich die Stufen von der Schule bis zur Ausbildung wie Kettenglieder verzahnen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Education Chains Initiativgruppe - eine starke und bindende Einsatzbereitschaft der Schule für die Teilnahme am BOP ist eine wesentliche Grundvoraussetzung für einen gelungenen Schulübergang ins Berufsleben.

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