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Arbeitszeiten und Berufsschule - Hamburgische IHK Die Auszubildenden dürfen vor Unterrichtsbeginn nicht im Übungsbetrieb eingesetzt werden, wenn der Unterrichtsbeginn vor 11.00 Uhr liegt. Sie sind für den Berufschulunterricht, für Unterbrechungen und Reisezeiten freizugeben. Wenn junge Menschen die Berufsschule besuchen, sind sie für den restlichen Tag von der innerbetrieblichen Berufsausbildung ausgenommen, wenn sie an einem Schularbeitstag mehr als fünf Stunden pro Kalenderwoche teilhaben.

Wenn es mehrere Schultage pro Kalenderwoche gibt, legt das Unternehmen den Tag fest, an dem der Praktikant nach der Schulzeit entlassen wird. In den restlichen Tagen muss der junge Mensch nach Abschluss der Berufsschule eine Berufsausbildung im Unternehmen beginnen. An diesen Tagen ist ihre Laufzeit die Zeitdifferenz zwischen der normalen Ausbildungszeit für den Tag und der Zeit der Berufsschule, einschließlich der Betriebsruhe.

Bei jungen Menschen gilt: Die Reisezeiten zwischen Haus, Hochschule und Unternehmen werden nicht als Trainingszeit betrachtet. Im Falle des Blockunterrichts, der eine ganze KW von montags bis freitags abdeckt, können die jungen Azubis nur zu einer einzigen KW von maximal zwei Stunden pro VW. im Unternehmen angewiesen werden. Wenn eine Blockstunde weniger als eine KW beinhaltet, kommt die Freistellungsverordnung für Teilzeitstunden zur Anwendung.

Eine Entscheidung des Bundesarbeitsgerichtes (Urteil vom 27. Mai 2001, Az.: 5 AZR 413/99) über die Befreiung von der Berufsschulpflicht hat weit reichende Folgen für die Ausgestaltung betrieblicher Lehrzeiten. Nach 7 S. 1 BBiG muss jeder Praktikant von der Pflicht zur Teilnahme am Unterricht und an der Prüfung der Berufsschule befreit sein.

9 des Jugendschutzgesetzes (JarbSchG) sieht ein besonderes Verrechnungsverfahren für jugendliche Azubis vor. Anschließend wird die Wochenarbeitszeit gutgeschrieben: Arbeitet ein Lehrbetrieb 40 Wochenstunden und ein Lehrling geht regelmässig an einem Tag in der Schule (6 Unterrichtsstunden), muss er noch 32 Wochenstunden im Unternehmen sein.

Gemäß 9 Abs. 4 JArbG erstreckte sich dieses Berechnungsverfahren auch auf die volljährigen Auszubildenden. Bei volljährigen Auszubildenden kommt nur 7 BBIiG zur Anwendung, der nicht von "Anrechnung", sondern von "Freigabe" sprich. Urlaub heißt in diesem Zusammenhang - wie jüngst vom Bundesarbeitsgericht (BAG) festgestellt -, dass der Praktikant während der Berufsschulzeit nicht in seinem Unternehmen präsent sein muss und nicht auszubilden ist.

Das Berufsschuljahr löst das Betriebsausbildungsjahr während seiner Laufzeit ab. Der Auszubildende darf die erforderlichen berufsbildenden Schulzeiten nicht nacharbeiten. Dies gelte laut BAG auch für Pausen und Fahrzeiten zwischen Arbeit und Berufsschule. Dies kann im Einzelnen dazu fÃ?hren, dass ein erwachsener Praktikant, der eine innerbetriebliche Lehrzeit von 40 Std. pro Woche durchlaufen mÃ??sste, einschlieÃ?lich der Zeit in der Berufsschule, mehr als diese 40 Std. durchlaufen.

Das ist immer dann der Fall, wenn die Betriebs- und Berufsschulzeit nicht deckungsgleich sind. Der Lehrling hat eine tägliche Arbeitsdauer von 09:00 bis 18:00 Uhr. Die Berufsschule findet einmal pro Woche von 08:00 bis 13:30 Uhr statt. Für die Anreise von der Sprachschule zum Unternehmen braucht der Praktikant 30 Zeitminuten.

Er muss in diesem Falle nach der Schule in der Einrichtung sein, d.h. von 14:00 bis 18:00 Uhr. Ein Kredit von 8 Vollstunden (wie bei einem kleinen Praktikanten) wird hier nicht gewährt. In diesem Beispiel bedeutet dies, dass der Praktikant eine "Überstunden" pro Kalenderwoche (in der Berufsschule) leisten muss, ohne diese auf seine Betriebsarbeitszeit angerechnet bekommen zu können.

Nach dem derzeitigen BAG-Urteil muss der Praktikant diese Folge jedoch akzeptieren. Ein absolutes Limit setzt jedoch das Arbeitsgesetz, das eine reguläre maximale Wochenarbeitszeit von 48 Std. vorgibt. In der Regel darf diese Obergrenze auch für die Praktikanten nicht unterschritten werden.

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