Bildung in der Schule

Ausbildung in der Schule

"Bildung ist mehr als Schule!" Die politische Bildung erreicht jeden in der Schule. Es ist immer noch ein kleines Thema, mit wenigen Stunden. Stimmt das in einer Demokratie?

Digitaler Unterricht in Schulen

Die digitalen Veränderungen haben die Art und Weise, wie die Schule lernt und unterrichtet, grundlegend geändert. Heute haben viele Lehrer die Gelegenheit, Programme, Smartphones, Tabletts und Interaktivtafeln in ihren Schulunterricht zu intergrieren. Im Schulbereich wenden sich die Hintergrundberichte vor allem an Lehrer, Erziehungsberechtigte und IT-Manager in der Schule. Erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten und Gefahren der neuen Unterrichtsmethoden und -techniken, die Förderung der digitalen Bildung und Ausbildung von Lehrern.

"Das White Paper "Collaborative Classrooms" nimmt einen systematischen Einblick in das zukünftige elektronische Klassenzimmer. Die Grundlagen des partizipativen und eigenverantwortlichen Lehrens durch den Umgang mit den elektronischen Mitteln werden erklärt. Dr. Ulrich Schmid from mmb Institute - Society for Media and Competence Research leads the monthly digital education mmb.

Bewährte Verfahren versus fehlende Struktur

"Erziehung ist mehr als Schule! "Das seit 2002 viel zitierte Motto der "Leipziger Thesen" (Bundesjugendpräsidium und andere 2002) sollte auch in der heutigen Zeit, in der es um ganztägige Schul- und Ortsbildungen geht, ein breiter Einverständnis sein. Seitdem gibt es viele Positionen, die eine Verstärkung der Kulturvermittlung in den schulischen Einrichtungen fordern: Der " Unesco-Fahrplan für kulturelle Bildung " (2006b), die Enquete-Kommission " Deutschland" des Bundestags (2007b) und die " Deklaration von Aachen " des Bundesverbandes der Städte und Gemeinden (2007) sind nur einige wenige Auszüge.

Kulturelle Bildungsangebote mit ihrem Potenzial für holistisches Denken, für Kompetenz- und Persönlichkeitsentwicklung mit und in der Kunst sollten allen Jugendlichen in einem umfassenden Umfang zur Verfugung stünden. Dies kann nur durch die Vernetzung von Kulturbildungseinrichtungen und Institutionen mit den Hochschulen realisiert werden. Weil die Schule der Platz ist, an dem alle Schüler und Jugendliche potenziell erreichbar sind.

Aber wie sieht es mit der kulturellen Bildung in den allgemein bildenden Gymnasien aus, jenseits der Kunstfächer? Egal ob Zirkuszelt auf dem Pausenhof, Mathematikunterricht im Musée oder Musik-Theater im freien Ganztagsbetrieb - das praktische Feld der "kulturellen Bildung in der Schule" hat sich in den vergangenen Jahren rapide entwickel. Durch den Auf- und Ausbau einer Ganztagsschule als Folge des PISA-Schocks hat sich die Situation in Deutschland ab 2003 erheblich verändert und die Kooperation zwischen Schule und Freizeiteinrichtungen mehr denn je gefördert.

Seitdem hat sich in ganz Deutschland eine unterschiedliche Kooperation zwischen Kulturbildungseinrichtungen und Bildungseinrichtungen entwickelt. Für die Kooperation mit der Ganztagsschule stehen den unterschiedlichen künstlerischen Disziplinen und Formen der Kulturvermittlung unterschiedliche Formen zur Verfügung. Die deutschlandweite Umsetzung hat gezeigt, dass sich Kulturen und Bildungseinrichtungen unter geeigneten Bedingungen sehr gut miteinander verbinden können und Kinder und Jugendliche umfassende Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung, zum Kompetenzaufbau und zur Kulturbeteiligung in einer gemeinsamen Kooperation haben.

Kooperationswettbewerbe zwischen Kunst und Schule wie "MIXED UP" (BKJ und BMFSFJ) und "Children to Olympus! Seit 2004 arbeitet der Bundesverband für Kulturpädagogik für Kleinkinder und Jugendliche (BKJ) im Zuge seines Netzwerkes "Kultur macht Schule" mit Nachdruck an der Qualität der Entwicklung und strukturellen Sicherung der Zusammenarbeit. Es zielt darauf ab, die besonderen pädagogischen Werte der Kunsterziehung innerhalb der Schule als Lernort zu bewahren.

Neben den Tätigkeiten des BKJ haben auch andere überregionale Institutionen wie die der Bundeskinder- und Jugendförderung ("Ideen für mehr - Ganztagslernen") und der Kulturstiftung der Bundesländer ("Kinder zum Olymp", siehe oben) wesentlich zur heutigen Beliebtheit der Kulturpädagogik beigetragen. Damit rückt der "Kooperationsboom" die kulturelle Bildung als Ganzes stärker in den Fokus.

Auch die Politiker haben die Bedeutung des Ausbaus der kulturellen Bildung in den schulischen Einrichtungen anerkannt. Heinz-Jürgen Storz bemängelt sogar die "überbordenden Erwartungen" der Politiker als unrealistisch, "mit Hilfe der kulturellen Bildung aus allen Dingen schulferne Umgebungen erschließen zu wollen" (Stolz 2011:8). Die Ausweitung der kulturellen Bildungsangebote an der Schule ist trotz des wachsenden Bewusstseins für ihre Bedeutung bei weitem nicht universell.

Insbesondere von Bildungsbenachteiligungen besonders stark betroffenen Kindern und Jugendlichen stehen deutschlandweit noch relativ wenig Beteiligungsmöglichkeiten zur Verfügung (siehe Lissa von Schwanenflügel/ Andreas Walther "Partizipation und Partizipation"). Darüber hinaus findet die kulturelle Zusammenarbeit oft unter restriktiven Rahmenbedingungen statt, z.B. im Zuge befristeter und schlecht finanzierter Vorhaben, die strukturell nicht verankert sind und daher wenig nachhaltig in ihren pädagogischen Wirkungen sind.

Auf der einen Seite gibt es eine reiche Kulturinfrastruktur. In diesen drei Staaten werden aber vor allem auch Konzepte zur Netzwerkbildung von Kooperationspartnern in der Kulturvermittlung gefördert (Keller/Keuchel 2011). "Aus dieser Feststellung könnte man schließen, dass nationale Politikinitiativen dazu beitragen können, die Wichtigkeit von Cultural Education in der Schule zu stärken" (loc. cit.:61).

Die Strukturentwicklung im Allgemeinen und im Besonderen im Besonderen wird daher eine der großen Zukunftsherausforderungen sein. Es kommt nicht selten vor, dass mehrere Hochschulen und mehrere außeruniversitäre Kooperationspartner parallel an einem Projekt teilnehmen, verschiedene Künstler und Pädagogen, Verbände und Einrichtungen der einzelnen Bereiche der Kunst. Es ist nicht ungewöhnlich, dass aus einer fach- und speditionsübergreifenden Zusammenarbeit ein kontinuierliches Netz entsteht, das die Vernetzung von Dienstleistungen innerhalb einer bestimmten Gegend oder eines bestimmten Bezirks fördert.

Bildungsnetze bekommen eine neue Bindungsqualität durch die Verankerung in städtischen Einrichtungen (siehe Brigitte Schorn "Kulturelle Bildung in städtischen Gesamtkonzepten"). Derzeit scheint es, dass zwei Konzepte die Bildungszusammenarbeit begrifflich fortsetzen und ausbauen und damit dem Anspruch "mehr Kulturbeteiligung für alle" nachhaltig und von zentraler Bedeutung näherkommen: Diese fokussiert auf eine weitgehend dezentralisierte Bildungsorganisation und strebt die gleichberechtigte Einbindung aller Lernpartner aus Schulen und Außenschulen einer Gemeinde, einer Región oder eines Landkreises an.

Hinter dieser Erkenntnis steht die Erkenntnis, dass vielfältige Bildungsmöglichkeiten für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen die besten Voraussetzungen mitbringen. Erfolgreiche Anwendungsbeispiele dafür, wie Kulturvermittlung durch eine gute Vernetzung innerhalb einer örtlichen Ausbildungslandschaft ein gewisses Maß an struktureller Sicherheit erhalten kann, gibt es. Auch die an der Kulturvermittlung beteiligten Institutionen und Institutionen stellen seit dem "Kooperationsboom" höhere Anforderungen an ihre Schulpartner.

Erklärtes Anliegen für eine Vielzahl außerschulischer Fachleute ist es, sich an der Reform der Schule zu beteiligen und die pädagogischen Effekte der Schul- und Jugendkulturarbeit in einem " neuen Lernhaus " zu vereinen (Becker 2007:77). Die Kulturpädagogik eröffnet viele Gestaltungsmöglichkeiten für "neue Lernhäuser". Erfahrungsgemäß sind Schulformen mit einer gewissen kulturellen Affinität in allen Belangen gut aufgestellt, um mit außeruniversitären Kooperationspartnern zusammenzuarbeiten (siehe Tom Braun "Cultural School Development").

Vielmehr benötigen wir beides dringend: offene Bildungseinrichtungen, für unterschiedliche Bildungsangebote, außeruniversitäre Kooperations-partner und dritte Bildungsstandorte. Es bedarf einer gemeinschaftlich verantwortlichen Bildungslandschaft, die eine systembedingte Verknüpfung der Anbieter und Institutionen der kulturellen Bildung mit den formellen Bildungseinrichtungen, vor allem mit der Schule und den Tagesstätten, ermöglicht. In der Regel ist die Kulturpädagogik eine Querschnittaufgabe der Abteilungen Jugend (Hilfe), Bildung und Erziehung oder Schule.

Wenigstens so lebendig, wie sich Kulturpädagogik und Schulen in den vergangenen Jahren einander angenähert haben, finden die fachlichen Diskussionen zu diesem Themenbereich noch heute statt. Das Hauptziel "kulturelle Partizipation für alle und Jugendliche " steht jedoch allen Hindernissen im Weg. Dies ist ohne die Zusammenarbeit im Bildungsbereich nicht möglich.

Mehr zum Thema