Blechspielzeug Nürnberg

Dosenspielzeug Nürnberg

"Nürnberg Tand geht durchs ganze Land." Die Kellermann CKO war ein deutscher Hersteller von Blechspielzeug. Blechspielzeug-Shop - Handwerkshof "Nürnberg Tand geht durchs ganze Land." Tand: Im neunzehnten Jh. ein Symbol für hier gefertigte Qualitätserzeugnisse, vor allem in der Spielzeugindustrie.

Jh. für den Wrangler - ein Spielzeug von Hans' Ehemann - und später wohl auch für Messingpfennig zur Lösung von Rechenproblemen benutzt. Schließlich waren Produktnachahmungen und Produktfälschungen aus den Reichsstädten mit großen Qualitätseinbußen verbunden.

Es gab aber immer noch qualitativ hochstehende Produkte: Nürnbergs Spielzeugindustrie entstand aus der kraftvollen Handwerkskunst der Kunstdreher und Drechsler der Kaiserstadt. Berühmt wurden die Puppenstuben und die "Nürnberger Küche", die in die ganze Welt verschickt wurden. Die deutschen Blechspielzeuge um 1900 waren wegen ihrer hochwertigen Verarbeitung besonders beliebt. Global agierende Unternehmen wie Schuco und Arnold stellten in Nürnberg Dosen und Tiere her, und Bing produzierte bereits in den 1890er Jahren die ersten Blechspielzeugautos.

Es gibt Spechte, Sparschweine und aufgezogene Zinnfrösche. Es gibt magnetisch schwimmende Tiere, springende Froschfrösche und einen Trommelaffen - alles aus Zinn. Spielzeug-Schiffe und Flugzeuge an der Zimmerdecke, an der Mauer Hängeschilder mit geschichtsträchtigen Motiven.... Der Spezialist für Blechspielzeug trägt eine riesige Auswahl an Original-Produkten von traditionellen Nürnbergern wie Kellermann, Trix, Schuco, Arnold und anderen.....

Keine Hektik: Der gern hinzugezogene Experte, der auch historische Spielwaren schätzt und fachmännisch repariert, hat qualitativ hochstehende Erzeugnisse und kostbare Seltenheiten, bei deren Betrachtung die Liebhaberherzen der Sammler und Nostalgiker schneller schlägt.

Nürnberg: Blechspielzeug: Klingende Bezeichnungen als Gedächtnis - Nürnberg

Nürnberg - Im Rahmen der Spielzeugmesse lädt die Verkehr AG die Besucher ein, nach Spuren der Nürnberger Blechspielzeugindustrie zu suchen. Bei der Tour in einem Oldtimerbus durch die Stadtviertel kamen wohlklingende Bezeichnungen wie Schuco, Bing und Trix auf - und leider wurden die letzten Wörter "Insolvenz" und "Bankrott" wiederholt. In Nürnberg waren vor 100 Jahren 8000 Mitarbeiter in der Spielwarenproduktion tätig, zwei Drittel davon in über 100 Blechspielzeugfirmen.

Einige davon waren kleine Klötze in Gostenhof, aber auch der weltgrößte Blechspielzeughersteller produzierte damals in der Stadt: Noch heute ist ein Haus in der Stephenstraße (Kreis Sankt Peter) von dem Industriegiganten Bing erhalten, das von der Fa. Diehl genutzt wird. Die Bingstrasse im Bezirk Serzabelshof ist eine Erinnerung an den wichtigen Unternehmensgründer Ignaz Bing, den Sohn eines Juden.

Am ehemaligen Stammsitz in der Kreulstraße (Gärten hinter der Veste) erinnern riesige Fliesenmosaike an den Modellbahnhersteller Trix. Trix' Unternehmensgeschichte hat eine Parallelität zu vielen Herstellern: Während des Sozialismus wurden die Besitzer vertrieben, weil sie jüdisch waren. Trix-Besitzer Stephan Bing, Hermann Oppenheimer und Siegfried Kahn mussten 1938 ihre Aktien aufgeben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm der Entrepreneur Ernst Voelk das Unternehmen, das seine Angebotspalette veränderte: Statt Blechspielzeug wurden nun Waffen wie Morsetelefone und Feldtelefone hergestellt. Über die vielen Spielwarenfabriken, die sich im Landkreis Gostenhof niedergelassen hatten, kann Walter Goosmann vom Verband der Nürnberger Fürther Strassenbahnen ausgiebig und kompetent aussprechen.

Ein prachtvoller Sturz in der Hessestraße 5-7 zum Beispiel ruft die Fa. Kellermann & Cie. in Erinnerung, die zwischen 1910 und 1979 Sparbüchsen und Zinnfiguren in die ganze Welt verschickt hatte. Früher wohnte die Fa. Schuco in der Fürther Straße30, heute arbeiten hier Angestellte von Datev. Schuco Gründer Heinrich Müller arbeitete zunächst als Modellbauer bei Bing, bevor er 1912 mit Schuco sein eigenes Geschäft aufbaute.

Schuco hatte 1974 Liquiditätsengpässe und ging 1976 in die Insolvenz. "Nürnbergs berühmte Blechspielzeughersteller gibt es nicht mehr, es gibt nur noch die Erinnerung", beklagt Goosmann.

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