Continuum Fingerboard

Kontinuierliches Griffbrett

Der Musiker und DJ Amon Tobin, bekannt für seinen experimentellen Stil, erklärt auch, dass er das Griffbrett häufig benutzt. Der Haken Audio Continuum Fingerboard ist derzeit einzigartig. Bei dem Continuum Fingerboard handelt es sich um einen MIDI-Performance-Controller mit einem einzigartigen dreidimensionalen Spielkonzept.

mw-headline" id="Funktionsweise">Funktionsweise[Bearbeiten | < Quellcode bearbeiten]

The Continuum ist ein von Lippold Häkel entwickeltes und von Haken vertriebenes MIDI-Controller. Im Gegensatz zu jüngeren Versionen wurde die Klangentstehung eingeführt, aber der Schwerpunkt des Kontinuums liegt nach wie vor auf der Steuerung von externen Geräten. Der Continuum verfügt über eine ca. 19 cm breite, kontaktempfindliche Neoprenoberfläche, die je nach Ausführung 137 cm oder 72 cm lang ist.

Unterhalb der Fläche messen sie jede Bewegung der Musikerfinger mit einer Präzision von 1,33 ms (Millisekunden). Das erste Maß ist die Lage auf der Höhe des Kontinuums, die die Neigung festlegt. Die ungeteilte Fläche ermöglicht das Pitchbiegen mit einer Präzision von bis zu 1 Centimeter.

In der zweiten Abmessung wird die Lage auf der Weite des Kontinuums beschrieben, die je nach Vorgabe das Timbre beeinflußt, z.B. kann das Continuum so gewählt werden, daß eine höhere Note auf einer Tonart mehr Nachklang hat als eine weiter unten auf der Tonart gespielte Note. In der dritten Ebene wird der Anpressdruck auf die Fläche genutzt, um einen dynamischen Effekt zu erzeugen.

Beispielsweise tritt ein Vibrator auf, wenn der Luftdruck rasch erhöht und wieder normiert wird. Der Continuum kann über einen MIDI- oder FireWire-Eingang an ein Soundmodul (z.B. einen Synthesizer) angebunden werden. Das Kontinuum nutzte John Williams für den Filmmusiksong des Filmes Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull. Das Continuum nutzte Lou Reed auf dem Reed/Metallica Album Lulu.

Der für seinen Experimentierstil berühmte Musikant und DJ Ambon Tobin erklärt auch, dass er das Griffbrett oft benutzt.

Prüfung: Hook Audio Continuum Griffbrett Half-Size & Full-Size

Bei vielen neuen MPE-Controllern, z.B. dem LeinenStrument 128 oder den populären Seeküsten von der Firma Johannes Rauner, haben wir nicht nur zwei SPEZIALEN zum Themenbereich MEER im Angebot, die den Einstieg in eine ganz neue Dimension des "Keyboardspiels" ermöglichen sollen, sondern wir empfehlen Ihnen auch wieder den Praxistest der hook Audio Continuum Griffbretter von Johannes Rauner.

Apropos: Auch wenn Johannes Rauner nur die Continuum Fingerboard FullSize Version zum Testen unter den Händen hatte, gelten die Bezeichnungen und sogar die Einstufung auch für die Continuum Fingerboard HalfScode Variante, da beide bis auf die Grösse gleich sind. Lippold Haken, Professor an der University of Illinois, entwickelte und verwirklichte vor nahezu 30 Jahren die ersten Designs und Versuche, die zum Continuum Fingerboard von heute aufkamen.

Im Rahmen eines Studentenprojektes zur Erforschung von Software-Synthesizern wurde damals das Nichtvorhandensein von nicht-diskreten Klaviaturen, d.h. Klaviaturen, die eine ununterbrochene Neigung (aus diesem Grunde wurde der Name Continuum gewählt) statt einer festen Neigung wiedergeben konnten, festgestellt. Die Ausdrucksmöglichkeiten der Streichinstrumente an den Klaviaturen, vom Vibrator bis zum glissandierten Instrument, die nur durch das Spiel mit den Fingern zu realisieren sind, hat der geübte Bratschist Lippold Häkeln überhaupt vermisst.

Der Gedanke des Continuum Fingerboard war entstanden. Seit etwa 2004 wird es als MIDI-Performance-Controller verkauft. Es ist seit Beginn des Jahres 2012 ein ausgereiftes Gerät, da der eingebaute DSP nicht mehr nur Preset-Sounds errechnet, sondern auch einen modular aufgebauten Software-Synthesizer enthält, der eigens auf das Kontinuum abgestimmt ist. In seiner Werkstatt in Illinois montieren Lippold Haken in Zusammenarbeit mit seinem Stiefvater das Kontinuum.

Die Audio Continuum Griffbrett ist in zwei Versionen erhältlich: eine Vollversion mit ca. 7 1/2 Oktaven auf 9350 Cent und eine Halbversion mit knapp 4 oktaven auf 4610 Cent. Für den Versuch hatte ich die Vollversion zur Hand, die mit ihren 17 kg und ihrem schlanken Gehäuse recht einfach und unaufdringlich ist, wenn die roter Schlagfläche, um nicht zu sagen der falschen Worttastatur, Neopren alles beherrschen würde.

Diese dienen als visuelle Anzeige der ungefähren Neigung beim Spiel auf dem Instrument. Auch optisch werden die tiefroten Bänder durch eine kleine Krümmung akzentuiert, die beim Spiel eine große Unterstützung darstellt und auch blinden Menschen das Spiel auf dem Kontinuum ermöglicht. Die linke Hälfte des Audio Continuum Fingerboard Hook verfügt über 2 Fußpedalanschlüsse, einen digitalen Eingang (AES3, 24 bit, 32 bis 192 kHz) und einen digitalen Eingang (AES3, 24 bit, 48 oder 96 kHz), einen MIDI-Eingang und -Eingang sowie einen Kopfhörerausgang, der auch als analoge Stereoausgabe funktioniert.

Vermutlich ein Überbleibsel aus der Zeit, als das Continuum nur als MIDI-Performance-Controller mit einigen Preset-Sounds angeboten wurde. Von diesen Momenten an muss das Bedienfeld kommen, denn es gibt es überhaupt nicht. Betätigen Sie die Initial-Taste neben dem Kopfhörer-Ausgang, eine LED wechselt von der blauen zur blauen LED, wählt dann die gewünschte Funktionalität auf der blauen Schlagfläche durch Betätigen aus, der Messwert wird erneut über die Schlagfläche eingetragen und erledigt.

Wie und was Sie drücken, ist durch den Overlay-Streifen über der Schlagfläche sichtbar. Der Audio Continuum Fingerboard Hook wandelt die Lage und den Andruck des Fingers auf der Schlagfläche in Steuerungsdaten in Fahrtrichtung der Achsen X, Y und Z um. Das Spielfeld ist so "empfindlich" (73 Cents pro cm), dass vom hellen Vibrator bis zum glissandierten Ton über die gesamte Fläche (7 1/2 Oktaven) alles realisierbar ist.

Der Halbton der üblichen gleichmäßigen Temperierung hat einen Wert von 100 Zent. Etwa 15 Cents "von oben und von unten" (115 Cents oder 85 Cents) zum tatsächlichen Zielton, also 2 Millimeter auf der Spieloberfläche des Kontinuums, wird alles darüber und darunter als Verfärbung des Tones oder als Mikrointerval wahrgenommen.

Darin verbirgt sich das große Musikpotential des Continuum Fingerboards: Jede Änderung des Fingers auf dem Spielfeld hat Auswirkungen auf die Klangfarbe. Das Kontinuum wird damit aber zu einem Instrumenten, das nicht unmittelbar gemeistert wird, sondern durch fortwährendes Trainieren und Spiel zugänglich gemacht werden muss (dies ist sicherlich der wahre Anlass für die Namensgebung des Instruments).

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