Figur

Gestell

Die Figur (lat. figura 'form', 'shape') steht für: mw-headline" id="Definition">Definition[Editieren | | | Quelltext bearbeiten]> Gestalten (lat. figura,'Figur') sind Erfindungen, die durch fiktive Medienangebote[1] repräsentiert werden, zum Beispiel durch orale Narrative, Bilder, Novellen oder Film. In jedem dieser Medien entstehen in besonderer Weise Figuren: Literaturfiguren durch Schriftsprache, komische Gestalten durch Bildsequenzen, Film- und Fernsehgestalten durch bewegte Bilder und Theatergestalten durch unmittelbar präsente Darsteller.

Darüber hinaus können Nutzer mit Charakteren in einem Computerspiel kommunizieren und durch einen Avatar virtuell an der fiktiven Spielwelt teilnehmen. Die Verwendung des Begriffs Figur ist nicht ganz gleich. Im Regelfall handelt es sich dabei um fiktionale Charaktere, die in enger Beziehung zu öffentlichen Akteuren oder Schauspielern stehen: Der gleichnamige Kasache ist zum Beispiel eine künstliche Figur des Briten Sacha Baron Mohen, weil er auch außerhalb des Filmes als Born vorkommt.

Der Begriff Figur der Kunst ist in den Humanwissenschaften recht ungewöhnlich; man redet von erfundenen Gestalten oder schlicht von Zahlen, strebt aber nach einer präziseren Gebrauchsweise als in der Umgangssprache. Welche Zahlen das sind, ist in dreierlei Hinsicht umstritten[2]: 2 Ontologie: Zahlen wie Sherlock Holmes kann man auf der Strasse nicht finden, aber sie scheinen in irgendeiner Form zu existieren.

Die semiotischen Wissenschaftler betrachten Zahlen als Vorzeichen. Psychologietheoretiker hingegen betrachten sie als Ideen in den Köpfen der Leser oder Zuschauer. Aus diesen Überzeugungen ergeben sich unterschiedliche Verfahren und Ergebnisse der Studie: So wurde es in der Literaturgeschichte lange Zeit als verkehrt angesehen, über die Seele der Zahlen nachzudenken, da diese nur aus Textbausteinen bestanden.

Andererseits wird heute davon ausgegangen, dass die in einem Gesetzestext ausdrücklich enthaltenen figurbezogenen Angaben in den Ideen der Verfasser und Leser konsequent vervollständigt werden. So wie im Film: Wir erleben eine Figur, die lacht, aber aus unserer alltäglichen Erfahrung vermutet, dass sie in Wahrheit tottraurig ist. Fiktion: Zahlen sind erfunden, sie existieren nicht in der realen Realität.

Persönlichkeit: Gelegentlich wird davon ausgegangen, dass Zahlen immer dem Menschen gleichen. Entscheidende Unterscheidungsmerkmale zu anderen fiktiven Bildwelten sind vor allem die Fähigkeiten, ein inneres Leben zu haben (zu geistigen Vorgängen, wie z. B. Nachdenken, Empfinden, Wollen usw.) und in der Regel auch innerhalb einer abgebildeten Lebenswelt zu agieren. Zahlen lassen sich somit annähernd als fiktiv, kommunikationsfähig gebaute Objekte definieren, denen in medialen Texten die Befähigung zum inneren Leben zugesprochen wird.

Zahlen können zur Wahrnehmung verschiedener genereller Aufgaben von medialen Texten beitragen: Entertainment, Kunsterlebnis, Bildung, ideologische Vermittlung oder Reklame (Werbefigur). Diese Beeinflussung ist auch damit verbunden, dass Zahlen starke Empfindungen hervorrufen können: Gleichzeitig nehmen Gestalten innerhalb eines medialen Textes bestimmte Dramaturgiefunktionen und Aufgaben wahr; sie sind Neben- oder Hauptdarsteller, Protagonistinnen oder Antagonistinnen. Sie können auch übergreifende Motive und Bedeutung transportieren, z.B. wenn Zahlen als Symbol, Allegorie oder Personifikation fungieren.

Die Funktionsvielfalt und Medienvielfalt korrespondiert mit der Formenvielfalt der Form. Zahlen können mehr getippt oder individueller formuliert werden, und die Sichtweise von LeserInnen, ZuhörerInnen oder BetrachterInnen auf das was geschieht, kann mehr oder weniger nah an die Sichtweise der Zahlen herangeführt werden. Dies wird im Video durch die Subjektivkamera besonders deutlich: Der Betrachter erkennt ungefähr, was die Figur wahrnimmt.

In der Regel werden Zahlen in das Beziehungsgeflecht einer Konstellation von Zahlen gestellt, besetzen darin eine gesellschaftliche Stellung und werden anderen Personen gegenüber gestellt, mit denen sie durch Parallelisierungs- oder Kontrastprozesse in Widerspruch kommen können. Der Polizist und der Verbrecher in Michael Manns Dokumentarfilm "Heat" sind auf unterschiedlichen Gesetzen, haben aber vergleichbare Wertvorstellungen und Problem.

Die dramaturgische, kulturkritische, mediale oder literarische Auseinandersetzung und Auslegung von Zahlen erfolgt mit unterschiedlichen Mitteln. Welche dieser Gebiete besonders bedeutsam sind, hängt von den Ansichten zur Thematik ab: Die oben skizzierte Ontologie: Jeder, der eine Figur wie James Bond als Textmodul betrachtet, wird besonders detailliert prüfen, welche Methode zur Darstellung von Bond im Kontext des Textes eingesetzt wird.

Diejenigen, die Bond dagegen als eine Idee in den Köpfen von Lesern oder Zuschauern verstehen, werden mehr daran interessiert sein, wie sie zu dieser Bondidee kommen und welche Emotionen sie auslösen. Auch zwischen den Charakteren verschiedener medialer Bereiche gibt es große Unterschiede, besonders in den Bereichen 1, 4 und 5: So werden zum Beispiel neuartige Charaktere wie Goethes Wilhelm Meister durch sprachliche Methoden der Erzähl- und Figurensprache abgebildet, während Filmcharaktere wie Scorseses "Taxi Driver" in einem aufwändigeren Prozeß erstellt werden:

Verkörperung sind Darsteller (hier: Robert De Niro), die von Filmemachern in Szene gesetzt werden und deren Aufnahmen von Kameramännern aufgenommen werden, bis die fertigen Figurendarstellungen in der Bild- und Klangmontage entstehen. Ebenso verschieden sind die Medien und Kulturkontexte, durch die solche Charaktere geformt werden, und letztlich die mentalen und seelischen Antworten von Lesern, Hörern und Zuschauern.

Der Charakter im Spielfilm. Grundkenntnisse der Figuranalyse. Fotis Jannidis: Figur und Mensch. Strukturelle funktionale Folien- und Fernsehanalysen, Teil Sieben In: Medienpraktische, Ausgabe 4, 1998, S. 48-54 Manfred Pfister: Persönlich und Figur. Fink, Munich 1988, pp. 220-264 Ralf Schneider: Ground plan of the cognitive theory of figure reception using the Victorian novel as an example.

Stauffenburg, Tübingen 2000, Thomas Schick, Tobias Ebbrecht ( ): Emotionen - Einfühlung - Figur. Claarendon Press, Oxford 1995; Henriette Heidbrink; Rainer Leschke (Hrsg.): Form der Figur. Bildkonzepte in Kunst und Media. UVK, Konstanz 2010 Jens Eder; Fotis Jannidis; Ralf Schneider (Hrsg.): Figuren in fiktiven Welt. Die fiktionalen medialen Angebote werden in unterschiedlichen medialen Ausdrucksformen verfasst, mit denen die fiktiven Objekte und Erlebniswelten dargestellt werden, siehe z.B.

Springen aufwärts ? Siehe Fotis Jannidis: Figur und Mensch. Der Gruyter, Berlin 2004, S. 151-196; oder: Jens Eder: Was sind Zahlen? Das Mentis, Paderborn 2008. Hochsprung S. Note 1. Hochsprung Jens Eder: Die Figur im Spielfilm. Grundkenntnisse der Figuranalyse.

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