Flugzeug Cockpit

Fluggerät-Cockpit

Lösungen aus dem Cockpit - Wie Pilotinnen und Pilotinnen im Cockpit zusammenarbeiten Im Anschluss an den Autopilotstart wird dieser eingeschalten und der Captain verliest die Zeitungen. Fernpilot Nikolaus Braun erläutert, wie die arbeitsteilige Arbeitsweise im Cockpit abläuft. Eine kleine, aber wesentliche Komponente ist die Arbeitsaufteilung der Cockpitbesatzung. Das Verfahren trägt den Namen "Crew Resource Management" (CRM, in diesem Kontext nicht zu übersehen mit "Customer Relationhip Management") und wurde Ende der 70er Jahre im Zuge eines Workshop bei der NASA erarbeitet.

Das ist der Captain, der hat immer Recht - nicht wahr? Auch in der Luftfahrtpraxis war es lange Zeit üblich, dass der Captain die Alleinverantwortung hat: Er war in der Regelfall der Älteste und am erfahrensten im Cockpit - aber vor allem war er der Captain und damit an der Spitze der Gesamthierarchie. Daher wurde die Verständigung im Cockpit entsprechend eingeengt.

Unglücklicherweise hat diese Struktur einen schwerwiegenden Mangel: Wenn der Captain einen Irrtum macht, entfällt das Korrekturmittel, das ihn fangen kann. Entscheiden Sie immer alles vom Captain oder kann der Co-Pilot alleine losfliegen? Das Marcel K. Team Resource Management geht diese Aufgabe anders an. Dabei wird geprüft, welche Mittel (Fähigkeiten, Wissen, Kompetenzen) in einer Besatzung zur Verfügung stehen und wie diese bestmöglich eingesetzt werden können.

Im Cockpit befinden sich zwei vollständig geschulte Fahrer, die beide das Flugzeug unter allen Bedingungen steuern können. Einer von ihnen ist zudem in Führungs- und Entscheidungsfragen geschult und verantwortet die gesamte Verantwortung für das Flugzeug und die Menschen an Bord. Einer von ihnen ist in den Bereichen Leadership und Decision Making tätig. Das bedeutet für den Captain in der Praxis, dass er lernt, die Kritiken des Copiloten mitzunehmen.

Zugleich muss der Co-Pilot erlernen, selbstbewusst genug zu handeln, um auch in kritischen Momenten kritisch zu sein. Dies ist vor allem auf den Chef als Vorgesetzter zurückzuführen, der das Betriebsklima mitprägt. Konkret bedeutet dies zum Beispiel, dass die Wahl, wie viel aufgefüllt werden soll, in der Praxis meist von der Besatzung mitbestimmt wird.

Das bedeutet aber auch, dass die Regelung während des Anfluges gilt: Ganz gleich, wer in der Besatzung "Go-Around" sagt - der Landungsanflug wird vorerst unterbrochen. Die Kapitänin, lassen Sie uns ihn Claus heißen, und der Co-Pilot, lassen Sie uns ihn Johann heißen, darf sich zum ersten Mal zu diesem Flugzeug aufhalten. Von Seiten der Airline gibt es keine permanenten Besatzungen im Cockpit.

Diese sind die "Betriebsanleitung" für das Flugzeug und regelt den gesamten Betrieb, einschließlich der verwendeten Kommandozeilen. Oben ist der Captain. Der stellvertretende Vorsitzende ist der Co-Pilot, auch bekannt als First Officer. So weit, so gut, so einfach - vor allem, wenn man nur auf das Cockpit schaut. Allerdings tut der Captain im täglichen Leben gut daran, nicht alles von oben zu bestimmen, sondern seine Besatzung in die Entscheidungsfindung zu einbeziehen.

Das betrifft vor allem die Cockpit-Kollegen für alle flugbetriebsrelevanten Angelegenheiten. Während des Briefinggesprächs einigten sich Claus und Johann auch darauf, wer den Flieger durchführt. Aus dieser Unterteilung resultiert für jeden der beiden ein spezifisches Aufgabengebiet für diesen Flugeinsatz. Das " Pilotenfliegen " steuert den Flugeinsatz und trifft alle damit verbundenen Vorkehrungen.

Die Pilotüberwachung kümmert sich um alle anderen Belange. Johann, der Kopilot, soll auf diesem Flugzeug Pilotenflug sein. Er wird nach den verfahrenstechnischen Kontrollen im Cockpit die Fluginformationsrechner mit dem Routing ausstatten. Während dieser Zeit wird Claus den "Outside Check" durchführen, die technisch-optische Inspektion des Fluggerätes von aussen.

Er wird nach seiner Heimkehr alle Einträge von Johann in den Computern nachprüfen. Vor jedem Abflug werden der Abflug und die zugeordnete Abflugroute ausführlich erörtert. Dabei geht es vor allem um die Startkraftberechnung, die sich jeden Tag aufgrund unterschiedlicher Fluggewichte und Witterungsbedingungen ändert, um die normale Startstrecke, aber auch um eine Startstrecke, sollte ein Motor beim Abheben versagen.

Claus weiss mit diesem Einweisung, was Johann in jedem erdenklichen Falle im Sinn hat. In der Luftfahrt wird die Trennung zwischen Pilotfliegen und Pilotenüberwachung am deutlichsten: Johann als Pilotfliegen befasst sich ausschliesslich mit dem Flug des Fluggerätes, entweder von Hand oder er macht die Einträge für den Autopiloten und beaufsichtigt die Ausführungskontrolle.

Das Pilotenmonitoring macht den Rest: Auf Johann's Befehl hin klappt er die Landeklappen ein oder aus, betreibt das Stützgerät, rechnet mit dem Flugdatencomputer Alternativszenarien für Höhe oder Distanz aus, pflegt den Funkverkehr mit den Bodenstationen, protokolliert schriftlich, beobachtet die Anlagen - und Johann als Pilotflug.

Die Pilotenüberwachung ist von aussen betrachtet meist die beschäftigte, da der Pilotenflug in der Regel leise die Flugbahn beobachtet. Im Falle eines unvorhergesehenen Ereignisses, wie beispielsweise eines Triebwerksausfalls, muss der Fahrer in der Lage sein, zu jeder Zeit einzugreifen und die Steuerung des Flugzeugs zu übernehmen. In diesem Fall ist es unerlässlich, dass der Fahrer in der Lage ist. In diesem und anderen Fällen erstellt der Pilote Flugmodelle, die während des Fluges zusammen mit der Pilotenüberwachung ständig auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Die Flugzeuge, einschließlich der Fluggäste, der Ladung und des Kerosins, bewegen sich weiterhin kontinuierlich mit einer Geschwindigkeit von über 80 v. H. der Schallschnelle. Für das Lesen der Zeitung fehlt wirklich die Zeit - für beide Fahrer im Bordmann. Nicolaus Braun ist Pilotspezialist bei einer großen deutschsprachigen Airline und steuert zurzeit den Flug A330/A340.

Auch der Dipl.-Ing. (FH) für Luft- und Raumfahrtsystemtechnik und -management konsultiert in Teilzeit mit seiner Gesellschaft Nikolaus Braun Luftfahrtberatung (NBAC) Projekte aus den Bereichen F&E, Recht und Bildung.

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