Flugzeug Start

Abflug des Flugzeugs

mw-headline" id="Entwicklung">Entwicklung[edit source code] Bei JATO handelt es sich um die Kurzform für Strahlunterstütztes Abheben. Anstelle dieses Begriffs wird der genauere Begriff RATO für Raketenunterstütztes Abheben benutzt. Sie ist ein Verfahren, das den Start hochbelasteter Flugzeuge auf Kurzstrecken erleichtert, indem sie durch kleine Flugkörper zusätzlichen Druck erzeugen.

Erstmals wurden in den 1920er Jahren in Deutschland mit dem Segelflugzeug mit dem Ziel erprobt, das Segelflugzeug in die Höhe zu treiben und Frachtschiffe bei der Landung aufzubrechen. Das Royal Air Force stellte ein Verfahren zum Start von Kampfflugzeugen von Frachtschiffen vor. Mit recht großen Flüssigraketen, die am Vorschiff angebracht waren, startete das Schiff von einer kleinen Plattform aus Luftfahrzeuge (meist den Hurrikan Hawker), die gegen deutsche Aufklärungsflugzeuge geschützt waren.

Nach dem Start wurde die Panzerrakete deaktiviert und sank ins Wasser. Es war daher nicht möglich, mit dem gleichen Flugzeug wieder zu starten. Mit der JATO-Technologie unterstützte die Fliegerwaffe ihre kleinen, aber schwer geladenen Bomber in die Lüfte, die sonst zu lange Start- und Landebahnen gebraucht hätten. Das wurde besonders bedeutsam, da die Start- und Landebahnen von Militärflughäfen während des Kriegs zunehmend durch alliierte Sprengstoffbomben geteilt wurden.

Der Absturz wurde durch einen Parachute an der Spitze der Flugkörper gebremst, so dass das Gerät wieder verwendet werden konnte. Auch in anderen deutschsprachigen Versuchen wurde der Versuch unternommen, Interceptoren wie die Meserschmitt Me 262 beim Start oder Aufstieg zu stützen, um gegnerische Bombereinheiten in der Luft rascher erreichbar zu haben.

JATO war nach dem Zweiten Weltkonflikt aufgrund des geringen Schubs der Triebwerke ein gängiges Werkzeug. Am Ende der 40er Jahre experimentiert die Firma Aérojet Engineering Corp. mit einer soliden Startrakete für Sportmaschinen, die einen Thrust von 250 lb entwickelt. Der Startweg eines vollständig geladenen Navions wurde von 244 Metern (800 Fuß) auf 92 Meter (300 Fuß) verkürzt[1].

JATO wird auch heute noch genutzt, aber meist nur für den Start unter erschwerten Einsatzbedingungen, z.B. wenn hochbelastete Luftfahrzeuge von kurzer Start- und Landebahn abfliegen müssen. In Afghanistan wird diese Hilfe noch immer vom USAF genutzt, um mit dem zusätzlichen Thrust und dem damit möglichen stärkeren Aufstieg rascher an Flughöhe zu kommen und so möglichen Gefährdungen wie Boden-Luft-Raketen und Flakgeschützen rascher zu entgehen.

Der Umbau der Lockheed F-104 Starfighter und Dassault Mirage Jäger mit zusätzlich permanent angebrachten Flüssigraketen im westlichen Teil erwies sich als erfolgreich, war aber kostspielig und gefährdet im Gebrauch und wurde schließlich durch die technologische Entwicklung der Luft- und Flakgeschosse zum Auslaufmodell. Es wird behauptet, dass die Größe eines Fußballplatzes für diese Art von Spielfeld als An- und Abflugstrecke ausreichend sein sollte.

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