Geschichte der Schulentwicklung

Schulentwicklungsgeschichte

Schon allein aus diesem Grund gibt es keine Geschichte des Deutschen. Prof. Dr. Hans-Günter Rolff ist Gründungsmitglied unserer Zeitschrift schulmanagement. Die Anfänge der Geschichte des schulpädagogischen Denkens stehen auf "frühestens".

Deutschsprachige Schullaufbahn

Die Präsentation der Schulthemen sollte vor allem den Lehrern die Gelegenheit geben, sich über die Entwicklungen der Schulthemen zu orientieren und ggf. ihre Kinder darauf einzustellen. Außerdem können historisch Interessierte auch einen Eindruck von der Entstehung des Schulsystems gewinnen. Um den Besuchern der Website, die wenig oder gar keine historischen Kenntnisse haben, einen kurzen Blick auf die Schulentwicklung zu ermöglichen, wurde bemüht, die Sprach- und Inhaltssprache möglichst schlicht zu gestalten und auf die Präsentation aller Kernpunkte der Schulentwicklung zu verzichten und sich auf deskriptive Gesichtspunkte zu konzentrieren.

Der Vortrag fängt mit den ersten Schultypen in Ägypten etwa 4000 Jahre vor Christus an und geht mit der Weiterentwicklung des Schulwesens in der BRD und der DR nach dem Zweiten Weltkrieg zu Ende. Vor allem das achtzehnte und neunzehnte Jahrtausend wurden in den einzelnen Perioden thematisiert, da dies auch die Perioden sind, in denen es immer mehr Ausstellungen im Schularbeitsmuseum gibt.

Es gibt ein Schulzimmer im Stil der Zeit, in dem der Schulunterricht so stattfinden kann, wie es zur Zeit Kaisers Wilhelm I. gewohnt war. Nach den einstimmigen Beschreibungen vieler alter Schulmuseums-Besucher sehen die Klassenräume auch kurz nach dem Zweiten Weltkrieg so aus, so dass man für die Bezeichnung dieses Schulzimmers einen Zeitraum von etwa 100 Jahren unterstellen kann - von etwa 1850 bis 1950).

Neben einem allgemeinen Schulsystemüberblick im XVIII. und XIX. Jh. wurde daher ein eigenes Schulkapitel geschrieben, derzeit Kaisers Wilhelm II:. Dabei sollte nicht das schulische System selbst im Vordergrund stehen, wie es bereits in der Übersichtsdarstellung des XVIII. und XIX. Jahrhunderts vertreten ist, sondern konkret der Unterrichtsablauf.

Der Beginn des Schulsystems reicht weit in die Geschichte der Menschen zurück. Schon vor 6000 Jahren gab es erste Anzeichen dafür, dass es so etwas wie eine Schule gibt. Vor allem mit der Entwicklung der Hieroglyphenschrift tauchten in Ägypten zu dieser Zeit die ersten Schulformen auf. Die Lektionen konzentrierten sich vor allem auf das Ablesen und Verfassen der Daoglyphen.

Damals gab es noch keine Schule, so dass der Großteil des Unterrichts im Außenbereich stattfand. Sie wurden den Schülern aus Schulbüchern, die aus Papier bestehen und mit Pinsel verfasst wurden, zur Verfügung gestellt. Die Schulausbildung, die für die etwa fünfjährigen ägyptischen Jugendlichen ihren Anfang nahm, hatte die Berufsausbildung zum Vorbild. Damit wurden die ersten Bedingungen für eine Erwerbstätigkeit als Angestellter, Pfarrer, Baumeister oder zum Beispiel auch als Mediziner geschah.

Lediglich wenige Schüler durften ägyptische Schulklassen aufsuchen. Landwirtschaftskinder, Soldatinnen, Handwerkerinnen und Handwerker sowie Frauen durften an dieser hohen Bildung nicht teilnehmen, so dass nur wenige Ägypter lesend und schreibend tätig waren. Auch heute noch wird Latein im Gymnasium und gelegentlich im Altgriechischen gelehrt, und lateinamerikanische Worte wie "schola" für die Schulzeit haben oft ihren Weg in die deutschsprachige Welt gefunden. Einerseits ist es das Latein.

Während dieser Zeit, aus der bekannte Poeten wie Pophokles oder Denker wie Platon hervorgegangen sind, erhielt die Lehre große Aufmerksamkeit. Mit Staatsbürgerschaft und finanzieller Ausstattung sandten sie ihre Kinder zur Schule. Beispielsweise hatten im demokratisch geprägten Olympiastadion fast alle Männer eine Schulausbildung, die ihnen die Grundfertigkeiten Lesen, Schreiben und Rechnen vermittelt hat.

Es wurden auch musikalische und sportive Sportarten wie Weitspringen, Joggen und Wrestling erlernt. Durch die demokratischen Regierungsformen in den hellen Städten Griechenlands wurde die Schulbildung gefördert. Deshalb wurden auch die Erkenntnisse in den Bereichen Wissenschaft, Armeeführung oder zum Beispiel Technologie vermittelt. 2.2 RomDas romanische Bildungssystem hat sich vor allem nach der Niederschlagung der kolonialen Städte Griechenlands in Süditalien in der Hälfte des dritten Jh. v. Chr. entwickelt.

Geprägt von der Auseinandersetzung mit der gregorianischen Zivilisation entwickelten die Römer auch ein Schul- und Bildungssystem, das sich zunächst an dem der Griechinnen ausrichtete. Am Anfang wurde die Sekundarschule nur auf Griechisch unterrichtet. Lediglich unter Kaisers August ( "63 v. Chr. bis 14 n. Chr.") wurde Latein eingesetzt, und allmählich kamen auch romanische Schriftsteller wie Cicero in den Rhetorik- und Literaturseminarbereich.

Man bezeichnete die Sieben Kunsten als "frei", weil sie zum einen dazu bestimmt waren, spirituelle Freiheiten zu erlangen, und zum anderen, wie in Griechenland, nur diejenigen gelehrt wurden, die als freie geboren wurden, d.h. keine Sklavinnen. In der Regierungszeit von Kaisers Vespasian (69 bis 79 n. Chr.) gab es so genannte Gymnasien, in denen Rhetoriker geschult wurden und die als Vorspiel an den Hochschulen gelten können.

So war die Mittelalterschule zunächst nur die Kirchenschule. Schon im Frühmittelalter entwickelten sich ganze Schullandschaft mit Kloster-, Dom- und Stiftsschulen. Zusätzlich zum Unterricht war das Klosterleben von strengen Vorschriften durchzogen. Über Fundamente war es auch für Kinder aus armen Bevölkerungsgruppen möglich, eine Kirchenschule zu besuch. Deshalb wurden neben den so genannten "Innenschulen" (scholas interiores) für die späteren Ordensmönche auch "Außenschulen" (scholae exteriores) gegründet.

Auch wenn die Mittelalterkirche die Frau als unterlegen ansah, gab es doch auch Frauenkloster, in denen sowohl Novizen als auch adlige Töchter unterwiesen wurden. Die monastische Ausbildung erfolgte in einer Gruppe von etwa zehn Söhnen. Physische Bestrafung war Teil der Klasse. Die Studierenden sollten neben dem Erlernen und Verstehen der lateinamerikanischen Kultur vor allem religiöses Wissen erlernen.

Nach dem Aufkommen kommunaler Schulformen wurde das bisher einseitige, kirchendominierte Schulsystem erweitert. So wurden kommunale Grundschulen ins Leben gerufen, in denen nicht nur die Religionen, sondern vor allem auch der kaufmännische Bereich unterrichtet wurden. Darauf basierend wurden weitere Schulformen geschaffen, die sich auf unterschiedliche Unterrichtsinhalte spezialisierten.

Ab der Hälfte des XVI. Jh. wurden von ihnen die Ã?ltesten Arbeiten Ã?ber mathematische Lehrmethoden geschrieben. Ähnlich wie bei den Kirchenschulen wurden auch bei den Säkularschulen Jugendliche im Alter von sechs bis sieben Jahren zugelassen. Kommunale Bildungseinrichtungen wie die so genannten Deutschschulen wurden oft von MÃ??dchen besuch.

In der Hälfte des XVI. Jh. wurden auch einige wenige reines MÃ??dchenschulen gegrÃ?ndet. Die Zeit des ausgehenden Hochmittelalters und der darauffolgenden Moderne war von zahlreichen Umbrüchen geprägt, die auch das Schulsystem betrafen. Von Protestanten und vielen dort angesiedelten Katholiken wurden viele Bereiche des Hl. Roms der deutschen Nationalität in das weltliche Eigentum der Prinzen umgewandelt.

Aber manchmal ist auch das von der Gemeinde unterstützte Schulsystem zusammengebrochen. Der Vorwurf der Katholikenkritik und der damit verbundene Vertrauensschwund breitete sich auch auf weltliche Schulformen aus und führte im XVI. Jh. zu einer schulischen Krise. Vor allem Luther hat sich daher in seinem Bemühen, dass alle Christinnen und Christ die Heilige Schrift in ihrer Landessprache vorlesen, für den Aufbau von Schulbesuchen und die Überwachung des Schulbesuchs von Kindern eingesetzt.

In der Folge gründeten Prinzen und Stadtrichter neue Sekundarschulen in evangelischen Gegenden und erließen eine Vielzahl von Schulverordnungen zur Regulierung der Hochschulbildung. Unter anderem wurde konkretisiert, wo im Lande eine Schule eingerichtet werden soll, was in ihr gelehrt werden soll und welche vorherige Ausbildung die Lehrkräfte haben sollen. Damit wurden Ende des XVI. Jahrhundert in den Bundesländern, losgelöst von den kirchlichen Regelungen, mehr als 100 unterschiedliche Schulregelungen geschaffen.

Auch die von Luther initiierte und nach und nach so wichtige Rolle der eigenen Landessprache, dass vor Beginn des Lateinunterrichts zum ersten Mal in der deutschen Sprache gelesen und geschrieben wurde. Das war eine große Innovation, denn bisher wurde der lateinamerikanische Sprachunterricht so ernstgenommen, dass die deutschsprachigen Schülerinnen und Bürger auch in den Ferien und auf der Strasse Latein lernen mussten.

Anfang des XVII. Jh. wurden die Jugendlichen zum ersten Mal in leistungsorientierte Lernteams untergliedert. Allerdings haben vor allem die schulischen Regelungen die Lehrinhalte besser aufbereitet. So wurde zum Beispiel das Grundschulsystem für Kinder von Handwerkern in die Zuständigkeit der Kommunen gelegt. Wiederum war es Luther, der, um die Lehre der Reformation im Volke weiter zu konsolidieren, die Bildung von Waldorfschulen unter den Stadträten unterstützte.

Infolge der Reformationszeit wurde der Religionsunterricht zum ersten Mal auch in den unteren Klassen durchgeführt. Anders als bei den Sekundarschulen war der Lehrplan jedoch viel berufsorientierter. Außer dem Katholizismus oder der biblischen Literatur gab es keine Lehrbücher wie in den Sekundarschulen. Während der Erleuchtung entstanden im Laufe der Zeit unzählige Bildungsschriften, denen und dem damit verbundenen Schulsystem eine bisher unbekannte soziale Relevanz zukam.

Aber auch das öffentliche Bewusstsein für die Schule wuchs. Nach und nach wurde das Schulsystem als Staatsaufgabe inszeniert. In Preußen zum Beispiel wurde 1794 im Allgemeinen Bodenrecht festgelegt, dass es sich bei der Schule und den Hochschulen um Staatsveranstaltungen handelt. Inzwischen wurde auf Initiative der Behörde auch das untere Schulsystem in den Katholischen Staaten weiter entwickelt, darunter der Aufbau weiterer Schulformen und die Ausarbeitung oder Erneuerung von Schulverordnungen.

Damit entwickelte sich auch in kühn geprägten Gegenden wie Habsburg oder Süddeutschland ein hierarchisch strukturiertes Wertesystem von der Dorfmittelschule bis zum Abitur. Außerdem wurde die Pflichtschule ins Leben gerufen. Beispielsweise wollten die Entrepreneure und Landwirte nicht auf die Kinderarbeit missen. Kompromisslos wurden in vielen Bereichen Betriebsschulen gegründet, in denen die Lehr- und Arbeitszeiten koordiniert wurden.

Durch den Erlass des Kindschutzgesetzes von 1839 wurde die Lage der Menschen bei Kindern deutlich besser. Danach durften sie nur dann eine Beschäftigung aufnehmen, wenn sie bereits eine Grundschule besuchten oder dies neben der Berufstätigkeit tun konnten. Fröbelschule Klasse FotoTechnologischer Wandel hat auch zu einem Abbau der Erwerbsarbeit beigetragen, und etwa 80 Prozentpunkte aller Schüler einer Klasse besuchten in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhundert die Grundschule, die inzwischen in Grundschule umgetauft worden war.

Darüber hinaus wurde die Laufzeit der Verschuldung zunächst auf fünf bis sechs Jahre, von 1918 / 1919 bis auf acht Jahre ausgedehnt. Eine weitere Entwicklung in der Grundschule war die altersgerechte Klassenbildung. Die ländlichen Grundschulen waren bis ins zwanzigste Jahrtausend einzigartig, während die urbanen Grundschulen zwischen drei und sechs Jahrgänge hatten.

Zur Verbesserung der Ordnung im Klassenzimmer wurden die Studenten gebeten, zum ersten Mal die Hände zu erheben, wenn sie einen Beitrag zum Klassenzimmer leisten wollten. Darüber hinaus wurden eine Vielzahl von lerntheoretischen Ansätzen erarbeitet, wie z.B. die Lehrmethode von Johann Heinrich Pestalozzi (1746 bis 1827), nach der die Kleinen von Elementareinheiten wie Ziffern oder Sprechgeräuschen zu komplexen wie Worten wechseln sollten.

Allerdings wurden diese Konzepte, die Ende des neunzehnten und in den ersten Dekaden des zwanzigsten Jahrhundert entstanden sind, bis 1920 nur sporadisch genutzt. Beispielsweise wurde 1788 das Abi zunächst an arme Schüler als Stipendium vergeben. Bis Ende des neunzehnten Jahrhundert hatten drei Schultypen den Rang eines Oberstufengymnasiums erlangt und durften so die Reifeprüfung ablegen:

Die geisteswissenschaftliche Gymnasialschule mit Schwerpunkt auf alten Sprachen, das Reichsgymnasium, in dem anstelle von griechischen modernen Sprachen gelehrt wurde, sowie die zunehmend wissenschaftlich orientierte Oberschule. Aus der anfänglichen Missachtung der Fächer (Realitäten genannt) sowie der Bedürfnisse des industriellen Mittelstandes, der eine praxisorientierte Schulausbildung seiner Schüler zum Ziel hatte, entstand im Laufe des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts eine dritte Art von Schule, die Realschule.

Es wurden hier stärker berufsorientierte Fachrichtungen wie z.B. Mechaniker unterwiesen. Der Inhalt der Mittelschule ging über die normale Grundschule hinaus, erreichte aber nicht das Niveau eines Grammatikums. Dies war der Grundstein für das um 1920 abgeschlossene und für Deutschland charakteristische dreiseitige Schulland. Zusätzlich zum Unterricht hat sich auch die Lehrerausbildung deutlich verbessert.

Jahrhundert wurden Spezialseminare zur Lehrerausbildung aufgesetzt. Darüber hinaus wurden sie erstmalig vom Land angeheuert, erhalten kostenlose Wohnrechte in den Schulgebäuden und ihre Gehälter steigen ebenfalls. Nach wie vor waren Frauen im Schulbereich eindeutig dadurch beeinträchtigt, dass sie wesentlich weniger Schulunterricht erhalten als Knaben, von denen einige nicht einmal das Lesen beinhalten.

Obwohl auch für den Mädchenbereich das Schulsystem schrittweise ausgebaut wurde, konnten erst Anfang des zwanzigsten Jahrhundert die ersten Schülerinnen das Abi machen und damit ein Studium beginnen. Sie wurde auch genutzt, um die imperiale Macht und die gesamte Politik zu stärken.

Deshalb wurde die Waldorfschule 1889 per Dekret angewiesen, die Vorteile der Königsmonarchie gegenüber dem Nationalsozialismus und dem kommunistischen System den Schulkindern nahe zu bringen. Im Jahr 1889 wurde die Grundschule gegründet. Die Kinder sollen lernen, dass die Königsmacht für ein ordentliches Schulsystem und für das Wohl des gesamten Volkes unerlässlich ist. Im Mittelpunkt des Unterrichtes stand neben dem Lese-, Schreib-, Rechen- und Religionsunterricht auch die Annäherung der Kinder an die Werte des Gehorsams, der Ordnung und der Selbstbestimmung.

Somit gehört die Praxis des Gehorsams durch Soldatinnenspiele zur Anweisung. Ebenso wurden in der Waldorfschule die Pflichten eines Soldatinnen und Soldatinnen diskutiert. Vorzüge wie Aufzucht und Ordnung wurden durch die Geraden der Schultische oder durch die Haltung des Körpers übermittelt. Die Teilnehmer mussten den Lektionen gerade folgen, mit parallelen Beinen und geschlossenen Armen auf dem Schreibtisch.

Selbständiges Selbstlernen hat hier noch nicht stattgefunden. Eine Lehrerin wurde als beispielhaft angesehen, als sie ihren Schülern die Werte des Arbeitens und Fleißes, der Ordnung und Sauberkeit, des Gehorsams und der Selbstbestimmung durch strikte Ausbildung beibrachte. Gleichzeitig wurde eine stärkere Zentralisierung des Schulsystems angestrebt. Doch trotz der gesetzlichen Gestaltungsmöglichkeiten der weimarischen Kaiserlichen Verfassung scheiterten die Anstrengungen in diese Richtung und das Schulsystem bleibt Sache der Länder.

Ein weiterer Wandel im Grundschulbereich erfolgte mit der EinfÃ??hrung der so genannten "Christian Simultaneous School". Neben dem religiösen Unterricht wurden in dieser Schule gemeinsam die katholischen und protestantischen Schüler unterwiesen. Diese Art von Schule wurde zwar in der Verfassung des Reiches Weimar als normale Schule definiert, konnte sich aber aufgrund des Widerstands aus den bürgerlichen Rängen nicht allgemein behaupten und hatte bis zum Ende der Woiwodschaft Weimar 1933 keinen Anteil von mehr als 15 Prozentpunkten an allen Grundschulen.

Obwohl in der Zeit um die Sowjetunion keine größere Umstrukturierung des Schulwesens stattfand, wurden die Reformgedanken in den 1920er Jahren zunehmend umgesetzt. Auf großes Interesse stieß beispielsweise das Vorbild von Peter Petersen (1884 bis 1952), das nach seinem Entstehungsort unter dem Titel "Jena-Plan" bekannt wurde.

Die Unterrichtsstunden wurden durch Spiel und eigenverantwortliche Aktionen der Kinder entspannt. 1923 wurde in Jena zum ersten Mal in Deutschland eine Montessorischule gegründet. Vor allem im Hinblick auf die Bildung in den Hitlerjugendorganisationen war die Waldorfschule von sekundärer Bedeutung. Beispielsweise besuchte die HJ oft keinen Kurs für ihre Tätigkeit, und ab 1934 wurden junge Menschen, die dort Führungspositionen innehatten, an Samstagen von der Schulpflicht befreit.

Anders als im Föderalismus der weimarischen R. findet unter nationalsozialistischer Führung eine zentralste Gestaltung des Schulsystems statt. Damit wurden den Bundesländern ab 1934 Schulsouveränität und Curricula vorenthalten, Unterrichtsmaterialien und die Herausgabe von Leitlinien wurden nur vom Bundesumweltministerium festgelegt. Die vollständige Nationalisierung der Schule wurde ebenfalls anstrebt.

Nur die unter der Schirmherrschaft der Reichtumsvereinigung der Judens waren die einzig nicht-staatlichen Schulformen bis zu ihrer endgültigen Auflösung im Jahr 1942 und seit 1938 auch die einzigsten Bildungsstätten für Judenkinder. In der Geschichtsstunde wurden das Rassen- und das Leaderprinzip unterrichtet, ungewollte Lesungen aus dem Deutschen Unterricht genommen, die Rassenkunde in den Biologieunterricht aufgenommen und der Schulsport einen viel höheren Teil des Unterrichts erhalten.

Zur Ausbildung des Führungsnachwuchses wurden auch Spitzenschulen wie die National Political Educational Institutes (Napola) aufgesetzt. Neben dem weltanschaulichen Unterricht standen der sportliche und paramilitärische Unterricht im Vordergrund. In der Mädchenschule wurde der Fokus verstärkt auf Hausfrauen und Mütter gelegt, z.B. durch die Verpflichtung aller Schulabgänger, ein Pflichtsemester im Haushalt zu absolvieren.

Die DDR wurde 1949 auf dem Territorium der Sowjetunion im östlichen Deutschland begründet. Der Begriff "Fachhochschule" bezieht sich auf die starke Verflechtung von Lehre und Berufsleben. Beispielsweise wurden im Klassenzimmer Wissen über das Produktionssystem der DDR sowie praktische Abschnitte in Unternehmen in die Schulzeit einbezogen. Der vierjährigen Unterschule des POS waren Kindertagesstätten für die Mittagessensbetreuung angeschlossen, in die fast alle Schüler zogen.

Die Lehre, vom Curriculum bis hin zu den Lehrmethoden und -ausstattungen, wurde ebenfalls von der Zentrale kontrolliert und damit streng standardisiert. Im Gegensatz zu den Schularten der BRD waren die Themen Schulgarten- und Militärunterricht sowie der polytechnische Schulunterricht eine weitere Sonderstellung. Gemäß dem Autoritätsregime wurde die Bildung nicht nur den Erziehungsberechtigten und Schulen allein vorbehalten, sondern auch an außeruniversitäre, staatsnahen Institutionen wie die sozialdemokratische Freideutsche Jugendfürsorge (FDJ) überführt.

Nach dem Ende der DDR wurde das Bildungssystem der BRD zu Beginn der neunziger Jahre weitestgehend angenommen. Allerdings gibt es einige Besonderheiten: In allen neuen Ländern werden Integrationsverbände geführt, so dass es ein zweistufigeres Schulsystem gibt. Doch erst in den 1960er Jahren verschärfte sich die Skepsis über die Zurückhaltung des dt. Schulwesens und die Reformforderungen wurden immer lauter.

So wurde 1970 vom Pädagogischen Rat ein Strukturkonzept erarbeitet, das eine Vielzahl von Neuerungen und Vorschlägen enthielt, darunter die Schaffung eines waagerecht strukturierten Bildungssystems und mehr Gleichberechtigung durch die Unterstützung von benachteiligten Kindern. Die ausländischen Schullandschaften wie in den nordischen Ländern bildeten Vorbilder.

Obwohl einige Optimierungen, wie die Revision veralteter Curricula und die Einführung moderner Lehrmethoden, vorgenommen wurden, wurden viele Ansätze, wie beispielsweise die Querschnittsstruktur des Schulwesens, nicht verwirklicht. Konrad, Franz-Michael (2007): Geschichte der Hochschule. Klassen in der kaiserlichen Zeit. Dr. Jürgen / Sacher, Werner (Herausgeber.): Schulbuch Schulbildung.

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