Haus Pappe

Hauskarton

Das Haus ist aus Karton gefertigt. Ein Haus aus Kartonbaustoff der Gegenwart Diese Häuser sind aus Karton erbaut. Für seine umweltschonenden Wohnhäuser setzt ein niederländisches Familienunternehmen auf ein außergewöhnliches, aber raffiniertes Baumaterial: Karton. Karton ist in der Regel nicht sehr beständig. Der Werkstoff ist nicht besonders beständig, widersteht keinen großen Beanspruchungen und reißt nicht rasch, wenn er mit Wasser in Berührung kommt.

Und wie kommt man auf die ldee, aus eben diesem Werkstoff ein Haus zu errichten?

Aber die holländische Fiction Factory macht das: Ihre "Wikkelhäuser" sind meist aus Karton gefertigt. In der Tat bewirbt das Unternehemen, dass die Gebäude besonders umweltfreundlich sind und mehr als 100 Jahre halten werden. In den Wänden der Wohnhäuser befinden sich 24 Lagen hochwertige Pappe, die um eine Schalung gewickelt sind, die dem Karton das Erscheinungsbild eines Einfamilienhauses gibt. Die gesamte Struktur verfügt über ausgezeichnete Isoliereigenschaften.

Auf der Außenseite ist der Karton zudem durch ein Holzschutzsystem gesichert. Der Baumbedarf für den Karton stammt aus einer nachhaltigen Waldwirtschaft, und auch die Einzelsegmente können ersetzt oder wiederverwertet werden. Nach Ablauf seiner Lebensdauer von 50 Jahren ist das Haus vollständig bioabbaubar. Damit sind die Kartonhäuser drei Mal umweltfreundlicher als konventionelle Gebäude.

Aufgrund des geringen Gewichts des Hauses durch das verwendete Baumaterial ist kein Unterbau erforderlich. Das Haus kann jedoch an beliebiger Lage gebaut werden. Laut dem Bauherrn geht der Bau zügig über die Bühne: Das Haus ist nach nur einem Tag bezugsbereit. In Sachen Innenarchitektur hat der künftige Mieter die Freiheit: In welcher Farbton soll die Wand lackiert werden?

Wieviele Schlaf- und Badezimmer sollte das Haus haben?

Ein Haus aus Holzkarton und Pappe

Eine Pappkiste? Auf den ersten Blick weckt diese Idee Verbindungen zu den suburbanen Slums schnell wachsender Megacities in Ländern der Dritten Welt und nicht zu einem innovativen und nachhaltigen Vorfertigungskonzept für einzelne Module in einem modularen System. Bereits seit 1989 konzipiert die Amsterdamer Fiktionsfabrik für große Konzerne maßgeschneiderte Einrichtungslösungen und produziert die dazugehörigen Einzelmöbel in der eigenen Werkstatt.

Von der Standfestigkeit seiner Box überzeugt, konstruierte er eine " Verpackungsmaschine ", mit der Kartonkisten in großen Stückzahlen - so groß wie ein Haus - verpackt werden konnten. Die einzelnen Modulen sind 1,20 m lang, rund 500 kg schwer und können um eine beliebige Anzahl von Modulen ergänzt werden. Außerdem braucht der Leuchtturm kein Unterbau.

Der Bedarf an den ungewöhnlichen Plattenbauten der Fiktionsfabrik ist hoch - die Orderbücher sind monatelang gefüll. Die Erweiterung der Erfinderfirma basiert auf einer gemächlichen, kontinuierlichen Firmenpolitik, bei der alle Prozesse - von der Konzeption und Fortentwicklung über die Implementierung bis hin zur Endmontage vor ort - fest in den eigenen vier Wänden des Unternehmens verankert sind.

Damit wollen die Unternehmer den persönlichen Umgang mit dem Auftraggeber oder späterem Anwender, die Qualitätskontrolle und die nachhaltige Entwicklung sowie den Fortbestand des Betriebes absichern. Mit einer Gesamtdrehung von 24 Schuss klebt die Anlage die verschiedenen Kartonschichten mit einem speziellen Holzkleber zusammen. Die Wellpappenstruktur der Pappe macht das Haus standfest und die Anlage tragend, während die Luftkissen in der Pappe für eine gute Isolation gegen Wärme und Kälte sorgt.

Darüber hinaus ermöglichen Nut- und Feder-Elemente an den Kanten eine kraftschlüssige Verbindung der Einzelmodule untereinander. Die Umhüllung eines Moduls dauert nur etwa 50 Min., und der Klebstoff muss dann etwa 24 Std. austrocknen. Doch damit das Kartonhaus Windkraft und Witterung standhalten kann, benötigt es eine dichte Brüstung.

Über jedes einzelne Element wird wie ein Regenkittel eine atmungsaktive, atembare, atmungsaktive, atembare, atmungsaktive Kunststoffolie aufgesetzt. Im Inneren werden die Einzelmodule vor dem Weitertransport zur Großbaustelle mit Holzpaneelen abgedeckt, so dass vom Anwender keine überflüssige Feuchte in die Kartonkonstruktion gelangen kann.

"Mit regelmässiger Pflege kann das Haus sehr lange dauern, ist der Bauherr der Firma Schilling davon überzeug. "â??Es gibt BÃ?cher, die mehrere hundert Jahre sind - so haben Papiere und Kartons bereits nachgewiesen, dass sie mehrere hundert Jahre lang haltbar sindâ??, so Schilling weiter. In der Fabrikhalle kann innerhalb eines Werktages nach der Fertigung ein Standard-Workshop mit fünf bis sechs Bausteinen vor Ort inszeniert werden.

Das Haus ist an den Frontseiten mit maßgeschneiderten Glas-Elementen inklusive Türchen vollglasiert, so dass genügend Helligkeit in den Innenbereich einfällt. Luken an den Seitenwänden stellen sicher, dass es auch dann keine Finsternis gibt, wenn mehrere Elemente in der Mitte des Hauses aufgereiht sind. Das Kartonhaus soll bis zu 100 Jahre alt werden. Sie sind 4,60 Meter in der Breite, 1,20 m in der Länge und dreieinhalb m in der Höhe und können fast beliebig aufgereiht werden.

Auf diese Weise kann das Haus nach Wunsch erweitert werden. Auch die Bad- und Küchemodule sind komplett vormontiert und in das Haus eingelassen. Oep Schilling arbeitet daher bereits an der weiteren Entwicklung, so dass die Einzelmodule geschossweise aneinandergereiht und übereinander gestapelt werden können. Nach Ablauf der Lebensdauer können das Haus oder die Einzelmodule in ihre Komponenten demontiert und zu 100 Prozentpunkten wiederverwendet oder wiederverwertet werden.

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