Klangturm

Schallturm

Mit dem Klangturm, einem der Wahrzeichen von St. Pölten, steht je nach Definition das höchste oder - nach dem Dom - das zweithöchste Gebäude der Stadt. mw-headline" id="Architektur">Architektur[Edit | < Quellcode bearbeiten] Mit dem Klangturm, einem der Wahrzeichen von St. Pölten, steht je nach Aufgabenstellung entweder das höchstgelegene oder - nach dem Stephansdom - das zweithöchste[4] Bauwerk der Hansestadt. Baumeister ist Ernst Hoffmann, der das Bundeshauptquartier und den Klangturm baute.

In der Mitte des Landhausquartiers steht der "Klangturm St. Pölten", ein futuristischer, von weitem ersichtlich.

Es handelt sich um eine Beobachtungsplattform, ein Infozentrum und einen Antennemast für verschiedene Mobilfunkbetreiber. Allerdings war die Aufgabenstellung von vornherein klar: Die Seite sollte eine Klangkunstplattform werden und die Angst vor neuen Energien (elektronische, digitale zu interaktiven Bild- und Tonträgern, auch bekannt als Multimedia) abbauen. Diesem Zweck ist der Klangturm bis heute verpflichtet gewesen.

Seit 2005 fungiert das Eingangsbereich als Informationszentrum. Inmitten davon wechselt sich der so genannte Schallpegel mit den Schallkugeln ab: Sowohl die ersten drei Levels als auch die drei Klangsphären werden jedes Jahr von unterschiedlichen KünstlerInnen mit einer Installation ausgestattet. Meistens wird die Akkustik der Klangbälle genutzt. Technisches Herzstück ist das Atelier über dem Infozentrum. Bei der Einweihung des neuen Landsitzes am 16. Oktober 1996 waren die Innenausbauarbeiten noch nicht abgeschlossen, so dass der Klangturm nur nach aussen erklang.

Dies war das gleichzeitige Multimedia-Konzert "Land im Klang", das aus einer Kombination von Vertonung, Soundarchitektur, Videoinstallation und Beleuchtung besteht. Über diesen ersten Umgang mit der neuen Tonkunst waren Zuschauer und Kritik geteilt. Der Klangturm eröffnete im Sept. 1997 zum ersten Mal seine Tore. Bereits angekündigt haben die von Mia Zabelka initiierten Installation mit Soundskulpturen, Berührungsbildschirmen und Thermemin sowie die von Mia Zabelka ins Leben gerufene Spielstufe "Global Kids" mit kinderfreundlichem Einstieg in die Systemwelt die Programmausrichtung der Saisonschau von 1998 bis heute - jahreszeitlich ( "von Aprilia bis Oktober"), da der Ausstellungsraum nicht beheizt werden kann.

Das Informationszentrum und die Aussichtsterasse sind seit 2005 das ganze Jahr über zugänglich. In den Jahren 1998 und 1999 verpflichtete die damals kuratierende Mia Zabelka, Komponistin, E-violinistin und Sängerin, namhafte Soundkünstler für die beiden Projekte Rückkopplung, Rückkopplungs-Spezial und Klangkörperzeichen, lud Artists in Residence zu Kunstprojekten ein, baute die Firma Globe Kids um altersentsprechende Werkstätten aus, liess Klangspendedienstleistungen oder Anfragen von Besuchern drei Mal am Tag über die Klangaura aus und boten jungen Menschen eine beliebte Tanzfläche mit DJ-Nächten.

Die ehrgeizigen Vorhaben haben unsere Pionierrolle auf dem Gebiet der Klangkunst bestätigt. Der Klangturm ist seither Teil des 2002 eingeweihten Niederösterreichischen Landemuseums. Bei der Integration hat auch der Leiter des Niederösterreichischen Landemuseums, Carl Aigner, die Kunstleitung übernommen. Die Kuratorin Roland Schöny, Kunstkuratorin und Journalistin, die für die Jahre 2001 und 2002 ernannt wurde, konzentrierte sich auf Werke der neuen elektronischen Medien unter dem Namen electronic music station, wandelte eine Ebene in ein bizarres Lokalmuseum um und zeigten die Ursprünge dieser jüngeren musikalischen Stilrichtung.

Der Klangturm strahlte als Außenschild in mehreren Farbtönen, da die Glasfassaden mit Folie verkleidet waren, was auch den Räumen eine neue Größe gab. Im Jahr 2003 konnte Alexandra Schantl von der Niederösterreichischen Kulturwissenschaftlichen Fakultät, verantwortlich für Gegenwartskunst, als Kustodin gewinnbereit. Das Zusammenspiel von visueller und medialer Kommunikation und der dazugehörigen Literatur wurde in den gattungsübergreifenden Kontexten klar erkennbar.

Erstmals hat Gottfried Zawichowski, geschäftsführender Gesellschafter der Niederösterreichischen Musikerfirma, auch an der Konzeption und Realisierung gearbeitet. Das Ergebnis war eine bis heute bestehende Zusammenarbeit mit der Firma musicaktuall. Der Mitteltonball war komplett schalldicht und undurchsichtig gepackt. Hannes Rapaseder, Komposition skünstler und Klangkünstler, ist seit der Neueröffnung im Jahr 2005 der verantwortliche Konservator für das Gesamtkonzept.

Als Prorektor der Hochschule St. Pölten leitet er den Masterstudiengang Digital Media Technologies und das Institut für Medienproduktion. Jährlich erhält er Zugang zum Klangmedium mit einem jährlichen Thema. Er nimmt immer wieder auch an Forschungsprojekten der Hochschule St. Pölten teil und erlaubt den Studenten, mit neuen Energien zu arbeiten.

Das Jahr 2005 was the theme for the company of sounds, 2006 Klingfarben - Farben länge, 2007 Intermedial Orfeus 07, 2008 musik:macht:medien, 2009 musicilt! 2010 Aliens - Eine Entdeckungsreise in fremde Klanggewohnheiten und 2011 Klang.Land.Schaft. Bei einigen dieser Angebote konnte auch an die wissenschaftlichen Arbeiten im Niederösterreichischen Landemuseumknüpft werden. Darüber hinaus leitete Hannes Rapaseder eine Konzertserie für Experimente, Improvisationen und Elektronikmusik undedienkunst.

Im Jahr 2014 wurden die Soundinstallationen ("Sounds of the Regions") an das Landemuseum übertragen und das Infozentrum stillgelegt.

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