Mikroskop Kamera test

Test der Mikroskopkamera

Mikroskopkamera: Praxistests Ursprünglicher Beitrag in der Zeitschrift Microskopie (Band Nr. 1/2016, S. 37-51) von J. Piper und M. Torzewski.

Wird die Kamera in die Okularaufnahme eines Binokulartubus mit entsprechendem Objektiv (Steckdurchmesser: 30 mm) eingesetzt, kann für jedes Mikroskop ein brauchbares, d.h. vignettierungsfreies und gleichmässig beleuchtetes Abbild auf einem Bildschirm dargestellt werden, indem das Objektiv im kamerasseitigen Rohr entsprechend allen ausgeführten Untersuchungen entsprechend bewegt wird.

Kursmikroskop Leitz H; Lux 3 (vgl. Abb. 10). Insbesondere haben wir die Kamera mit integriertem Sucherokular an Großfeldröhren von Leitz, Leica und Carl Zeiss Jena ausprobiert. Es ist jedoch zu beachten, dass die vom Kamerahubokular erzeugten Aufnahmen bei allen Mikrofonen verschiedener Fabrikate eine mittlere Kantenunschärfe aufweisen. Dies zeigt sich auch bei der Verwendung von flach korrigierten Unendlich-Objektiven mit vollständig korrigierten Zwischenbildern (z.B. auf einem Leica DMLB-Mikroskop).

Die Planaritätsunterschiede zwischen den ursprünglichen Leica Beobachtungsokularen und dem Kameraokular sind bereits bei der direkten visuellen Betrachtung zu erkennen, wenn das eine oder andere Okular in die gleiche Okularaufnahme des Binokulartubus gesteckt und die gleiche Probe (idealerweise ein planarer Dünnschnitt) betrachtet wird. Das Kameraokular mit der Sehfeldnummer 22 stellt jedoch nach unserem Empfinden nur einen zentralen Bildbereich des Sichtfeldes dar, der flach und ohne spürbare Kantenunschärfe ist, was ungefähr dem Sehfeld Nummer 18 ( "Field of View") in etwa entspricht (Abb. 7).

Selbst wenn das Bild so vergrößert wird, dass der Rundrand des Sichtfeldes gerade noch wegfällt, ist die Kantenunschärfe im rechten und rechten Teil des Landschaftsbildes zu sehen (Abb. 7: Einsatz der Kamera mit dem entsprechenden Kameraaufsatz (Fa. Meiji ) auf einem Leica-Mikroskop DMLB, flach anliegender dünner Schnitt durch das nervöse Gewebe (Medulla oblongata, Nucleus ambiguus), Nissl Färbung, Objektiv 40-fach geplant, helles Feld, Mikroaufnahme ohne Zoomen, klare Kantenunschärfe des Kameraokulars.

Abb. 8: Gegenstand und Ausstattung von Abb. 7, mäßig vergrößertes Makrofoto ohne Randbeschnitt, noch sichtbare Randwische an den rechten und rechten Bildkanten. Die Kamera mit ihrem Sichtfeld kann neben den handelsüblichen Lichtmikroskopen auch erfolgreich an Stereomikroskope angepasst werden (getestet mit einem Leica Stereo-Mikroskop vom Typ M80). Die unideale Kantenschärfe des Kameraakulars beeinflusst bei den verhältnismäßig niedrigen Vergrösserungen eines solchen Stereo-Mikroskops kaum noch deutlich die wahrnehmbare Umfangsbildschärfe (Abb. 9).

Es kann schwierig sein, die Kamera mit dem beiliegenden Objektiv auf einem C-Mount-Anschluss zu montieren, jedenfalls wenn der entsprechende Binokulartubus für die Bildausgabe unterschiedlich berechnete Optiken liefert. So zum Beispiel beim Leica DMLB-Mikroskop, dessen Foto-Ausgang mit einem besonderen Projektionsokular ausgestattet ist, das nicht gegen herkömmliche Betrachtungsokulare austauschbar ist.

Folglich liefert die Kamera mit ihrem Sucherokular bei der Installation in dieser C-Mount Verbindung kein nutzbares Ergebnis. Abb. 9: Einsatz der Kamera mit zugeordnetem Kamerahubokular (Meiji) an einem Leica Stereomikroskop M80. Vorbereitung der Bilder 7 und 7 und 7, Neon. Bei abgenommenem Kameraleuchkorn kann die Kamera mit ihrer linsenlosen Düse auch auf Beobachtungshülsen vieler anderer Optiken mit kleineren Okulardurchmessern aufgesetzt werden.

Die Kamera konnte zum Beispiel leicht und problemlos an ein Leitz HM-Lux 3-Gang-Mikroskop mit original 10-fach Leitz Periplan Großfeldokularen (Feldnummer 18) angepasst werden. Das Kameraröhrchen lag genau über der gummierten Okularmuschel eines der Leitz-Okulare. Abb. 10 zeigt, dass mit einem so einfachen Verlaufsmikroskop akzeptable Phasenkontrastbilder nach dem dargestellten Verfahren erzeugt werden können.

Einsatz der Kamera an einem Lichtmikroskop Leitz HM Lux 3, Objekt Phaco L 32/0,40, Okular Periplan GF 10x/18 (für Brillenträger), Speichelfrischepräparation, Phasenzuschlag, mit Einfachblendenschieber ohne Köhler-Beleuchtung erzeugter Phasenzuschlag, Mikrofotografie ohne Zoom zuoberst, Zoommodation 3x (Mitte), Zuschlagfaktor auf den Brillenträger oder auf den Brillenträger, Zweiter ( "Zoomfaktor 3x "), Zehnfacheffekt ( "4x "), unten). Darüber hinaus gibt es aber auch historisch bedeutsame Museen mit gusseisernen Füßen, Beleuchtungsspiegeln und einfachen okularförmigen Elementen mit niedrigerer Feldnummer (z.B. Studiomikroskop, Enuro-Optik) und Mikroskopen mit nicht standardisierten okularförmigen Objekten und Objekten von noch kleinerem Durchmesse.

Mit der Kamera konnte die vor einigen Jahren auch über einen Lebensmitteldiscounter vertriebene Braesser Biolux AL mit der Kamera bedient werden; mit all diesen Mikrofonen konnten Lebenspräsentationen des betrachteten Bilds, Videoaufnahmen und Farbabbildungen erstellt werden. Nur wie vorstehend beschrieben mussten die jeweils wesentlich kleineren Optiken mit Stulpen überzogen werden, damit das Kameraröhrchen in der richtigen Achse an der entsprechenden Okularfassung des Mikroskoprohres befestigt werden konnte.

Prinzipiell kann die Kamera auch ohne ihr linsenfreies Rohr über das Okularobjektiv eines Optiks gestellt werden, wenn der Außendurchmesser des zu benutzenden Originalokulars grösser ist als der Innendurchmesser des Kameratubus, so dass das Optikkopf nicht in das Kameratubus eingeführt werden kann. Das Kameragehäuse kann im einfachen Falle unmittelbar auf die Objektivfassung des Optiks aufgesetzt werden.

Am Leica DMLB zu Testzwecken klappte das perfekt. Ein Mensch hat die Kamera unerschüttert auf das Leica-Okular gedrückt, ein zweiter Mensch hat den Computer bedient und die Bilder aufgenommen. So konnten die unterschiedlichen Bildqualitäten des Kameraokulars gegenüber dem Leica-Okular deutlich gemacht werden. Auch die im Kamerablickfeld entstehende Randunschärfe war bei Einsatz des Original-Okulars von Leica nicht zu erkennen, außerdem zeichnet sich das Leica-Okular durch eine höhere Bildschärfe und einen besseren Gesamtkontrast aus (Abb. 11).

Abb. 11: Augenvergleich, Nervenzelle ( "Probe" aus den Figuren 7-9), Leica DMLB-Mikroskop, Kamera mit Meiji-Okular 10x (oben), manuelles Aufsetzen des Kameragehäuses auf die Objektivfassung des Original-Leuchtkörpers 10x (unten), wahrnehmbare visuelle Ü berlegenheit des Leica-Okulars (Kantenschärfe, Konturenschärfe, Kontrast).

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