Mineralwasserflasche

Trinkflasche aus Mineralwasser

Die Mineralwasserflasche von Günter Kupetz. Das digitale Wörterbuch der deutschen Sprache "Mineralwasserflasche":

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Als Standard-Füllflasche für Trinkwasserversorgung oder Füllkörperflasche (umgangssprachlich Perlenflasche) wird eine 0,7-Liter-Mehrweg-Klarglasflasche mit Schraubdeckel für kohlensäurehaltige Mineralwässer, Softdrinks und dergleichen verwendet, deren Markteinführung am Jänner 1969 entschieden wurde. In den Jahren 1969/1970 kam die Trinkflasche in Deutschland auf den Verkauf. Gleichzeitig wurde die Anzahl der beim Befüllen geschädigten Probenflaschen im Verhältnis zu den Hebelverschlüssen reduziert.

Im Hinblick auf die wirtschaftliche Effizienz bringt die Pearl-Bottle den Mineralquellen große Vorzüge, da die Umlauffrequenz der Probenflaschen gesteigert werden kann: Mit der gleichen Flaschenzahl war es somit möglich, dass ein mineralischer Brunnen eine größere Zahl von Abfüllungen durchführen konnte. Möglich wurde dies, weil die Pearl-Bottle von Beginn an als landesweiter Mehrweg-Pool verwaltet wurde. Egal, wo eine abgefüllte Trinkflasche steht, sie kann an nahezu jeden Einzelhändler zurückgeschickt werden und muss nur zum nächsten Flaschenabfüller zurückgeschickt werden.

Der Entwurf der Standard-Füllflasche wurde 1968 vom Industrie-Designer Günter Kupfer entwickelt. Kennzeichnend für die Gestalt ist eine Verengung in der Mittelteil, die einen festen Halt gewährleistet, ergänzt durch 230 Noppen oben, die den Halt noch weiter verstärken und das Aufblitzen des Inhaltes beim öffnen aufzeigen. Auf der Engstelle steht "Deutscher Brunnen" in Relief und - umrahmt von zwei Logotypen mit der Inschrift "GDB" für die Kooperative der deutschen Springbrunnen - "Leihflasche" oder "Mineralbrunnen Mehrweg-Leihflasche" mit nur einem GDB-Logo.

Das darunter liegende zylinderförmige Teil der für die Etikettierung vorgesehenen Trinkflasche ist oben und unten von zwei kaum erkennbaren Perlen umschlossen, die die Oberfl äche der Trinkflaschen und der Etikette beim automatisierten Befüllen und Reinigen sowie beim Abtransport schonen. Zugleich sind sie ein ungefähre Angabe darüber, wie oft eine Trinkflasche wieder verwendet wurde:

Mit der Zeit bildet sich durch den Umgang mit anderen Behältern ein matter Ring auf den Perlen, der sich mit zunehmendem Verschleiß allmählich erweitert. Erreicht dieser Ring nach etwa 50 Anwendungen eine Weite von mehreren Zentimetern, wird die Trinkflasche ausgelesen. 1999 wurde die Standard-Füllflasche auf der Sonderstempelreihe "Design in Deutschland" gezeigt.

1} Günter Kupetz wurde dort auch erwähnt. Dabei hat die Trinkflasche ganz bewußt ein Volumen von 0,7 Liter, so daß auch der hintere Teil des Getränkes noch Kohlendioxid enthalten kann, was bei 1,0 oder 1,5 Liter Flaschen aufgrund der häufiger auftretenden Öffnungs- und Schließvorgänge nicht mehr der Fall ist. Im Jahr 1983 wurde eine Grünglasflasche für stille Mineralwässer mit einer einfacheren Form ohne Enge und einem Volumen von 0,75 Liter vorgestellt.

Bereits seit 1996 gibt es nach dem Design von Kupfer Pfandflaschen aus dem Werkstoff Polyethylenterephthalat (PET) in unterschiedlichen Grössen von 0,5 bis 1,5 Liter. Die Mineralwasserflasche von Günter Kupfer.

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