Musikinstrumente österreich

Österreich Musikinstrumente Österreich

Naturschutz bezieht sich auf Musikinstrumente| Wirtschaftskammer Österreich, 04.12.2016

Unter anderem sind Musikinstrumente aus Grenadillholz wie z. B. Klainetten, Omos und Piccolos von dieser Neuaufnahme oder Veränderung ebenso tangiert wie Guitarren, Flöten oder Saiteninstrumente mit Komponenten aus diesem Holz. Darin ist festgelegt, dass die Artenhandelsbestimmungen (mit Ausnahme von Thai Palisander[Dalbergia cochinchinensis]) nicht anwendbar sind, wenn im so genannten "nicht-kommerziellen Handel" weniger als 10 Kilogramm pro Lieferung verfügbar sind.

Der nichtkommerzielle Gewerbebetrieb bezeichnet im Sinne des Artenschutzrechts die Ein- und Ausfuhren, d.h. den grenzüberschreitenden Verkehr, ohne die Intention, das Gut zu verkaufen oder gewerblich zu verwerten. So können Musikschaffende mit Musikinstrumenten der betreffenden Spezies ihre weltweite Konzertreise ohne CITES-Dokumente durchführen. Für den Rio-Palisander[Dalbergia nigra], der bereits 1991 unter den bestmöglichen Schutzwert gestellt wurde, gelten weiterhin die gleichen Vorschriften.

Daher ist es empfehlenswert, gegebenenfalls Beweise dafür vorzulegen, dass es sich bei der beförderten Holzart nicht um Rio-Rosewald oder thailändischen Rosenholz handelt. In diesem Fall ist es empfehlenswert, den Nachweis zu erbringen. Für den Warenverkehr - d.h. den Kauf und Verkauf auch zwischen Privaten - mit Mustern der neu gelisteten Wälder gelten ab dem 1. Januar 2017, dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des Völkerrechts, besondere Vorschriften.

Ungeachtet dessen ist der Einkauf oder die Veräußerung innerhalb der EU ab diesem Datum nur noch mit dem Beweis des rechtmäßigen Erwerbs in der EU und der legalen Importierung zulässig. Wenn nachgewiesen werden kann, dass die betreffenden Proben bereits vor dem 1. Januar 2017 gekauft wurden ("Vorerwerb"), macht dieser Beweis den Ein- oder Verkauf in der EU aus artenschutzrechtlicher Hinsicht rechtsgültig.

Der grenzüberschreitende Warenverkehr außerhalb der EU erfordert die Genehmigung des CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora). Dazu ist es erforderlich, die rechtliche Entstehung zu beweisen; mit dem Beweis des vorbereitenden Erwerbs kann die rechtliche Entstehung nachgewiesen werden. Die Vorerfassung wird durch deutlich zuzuordnende Eingangsrechnungen, Lieferscheine, Einkaufsverträge, Materialerklärungen oder Versiche rungsunterlagen nachgewiesen.

Fotografien der Fabrikationsnummer oder von Zertifikaten, die vor dem Stichtag des Jahres 2017 datiert sind, können auch als Nachweis für den Vorkauf verwendet werden. Ohne einen solchen klaren Vorerwerbsnachweis ist es auch möglich, bis zum 31. Januar 2017 einen schriftlichen Bericht an das BMLFUW, Abt. I/8, Stubenbastei 5, 1010 Wien, Abt.18@bmlfuw.gv. unter dem Stichwort "Neulistung - Höchstherz - CoP 17" zu erstatten.

Mehr zum Thema