Porzellanfarbe

Keramikfarbe

Farben und Accessoires aus Porzellan finden Sie online in unserem Künstlershop. Porzellan aus Amsterdam zum Bemalen von hitzebeständigen Oberflächen wie Porzellan, gebrannter Keramik, Metall und hitzebeständigem Glas. Die Marabu Ceramica ist eine hochglänzende Keramikfarbe, Porzellanfarbe. Feinsteinzeug und Keramikfarbe mit Keramikfarbe, Feinsteinzeugfarbe.

mw-headline" id="Die_Farben">Die Farben[Edit | < Quelltext bearbeiten]

Keramikfarben sind Lacke, die sich für die Anwendung und den anschließenden Brand auf Keramik geeignet sind. Deren Produktion und Zusammenstellung wurde und wird von den Keramikmanufakturen als strikt geschütztes Geheimniss betrachtet. Es gibt für die Hobby-Porzellanmalerei Porzelanfarben, die nicht abgebrannt werden müssen. Die Farbtöne sind nicht abreibungsfest. Dabei gibt es Glasurfarben, die den Brennprozess bei ca. 1300° C überleben müssen und Keramikfarben zum Aufmalen der Lasur (Muffelfarben), die bei ca. 900 C eingebrannt sind.

Das Pigment der Porzellanlacke besteht aus Metalloxyden. Eisenoxidpigmente können je nach Oxidationszustand und Ausgangsmaterial unterschiedliche Farbtöne bilden: rotbraun, gelbstichig, sepiafarben, braun, schwarz und lila. Der Herstellungsprozess von Keramikfarben ähnelt dem der Emailleherstellung. Dabei wird die Menge zu Puder vermahlen und mit einem Binder ( "Öl und Terpentin") versiegelt, so dass die Farbe mit einem Streichelpinsel aufzutragen ist.

Nachfolgend finden Sie einige historische Rezepte von 1825 veröffentlichten Porzellanfarben[1], die zeigen, wie Porzellanfarben produziert wurden: 24 Lose weißer feiner Staub (SiO2), 6 Lose Kobaltoxidmischung aus CoO, Co2O3 und As2O3, 6 Lose Mangan ( "Mennige"), in einen Mörtel geschoben, in einen Tiegel gestellt, gut zementiert und nach dem Abtrocknen eine halbstündige Zeit lang in einem lebendigen Kamin getempert werden,

Danach herausnehmen, schieben, zu 32 Loten hinzufügen, davon 28 Loten Salpeterpulver (KNO3), wieder in den Schmelztiegel stellen und bei einem sehr starken Brand für 2 Std. angelassen. Cobaltblau: 1 Teil Zinkblech (Kobaltoxidgemisch), 3 Teile Sandstein ("SiO2"), 1 Teil Kali (K2CO3). Aus diesen miteinander verschmolzenen Komponenten entsteht ein Blauglas, das beim Zerkleinern, Sieben und Mahlen in speziellen Mahlwerken als Smalz bezeichnet wird.

Grünes: Rotes Blei (Pb3O4) 1 Pound, Kupfer Hammerschlag (CuO) 1 Pound, Kieselsteine (SiO2) 5 Pound. Aus drei gleichen Teilen die selbe Menge Salz (KNO3) zugeben, die Masse in einen Tiegel geben, über einem starken Ofen schmelzen, abkühlen lassen, abstoßen und auf einem Reibstein abreiben. Pitch (Kohlenwasserstoffe etc.) 8 Lot, Silberglätte (Ag2O) 4 Lot, Rötelkreide (stark verunreinigt mit Tonerde Fe2O3) 2 Lot.

Violett: Rotblei (Pb3O4) 1 Kilo, Mangandioxid (MnO2) 1 Kilo, weisse Kieselsteine (SiO2) 5 Kilo. Aus drei gleichen Teilen drei gleich große Stücke machen, so viel Salz (KNO3) wie ein Teil hinzufügen, calcinieren, schmelzen und die Masse reiben. Goldlila von Andreas Cassius: Sie lösen das reine Metall in Aqua regia auf und geben es hinzu, bis Sie eine satte Lösung erhalten.

J. B. Metzler'sche Buchungshandlung, Stuttgart 1825, Glas- und Porzellanmalerei, S. 287-290 (S. 287 of the copy of the Bayerische Statesbibliothek on line in the Google book search).

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