Puppentheater Plappermaul Heidelberg

Marionettentheater Plappermaul Heidelberg

Heidelberg Marionettentheater "Plappermaul" läuft wieder - Neues aus Heidelberg Endlich ist es an diesem Wochenende wieder soweit: Kasper und sein Kumpel Sippel gehen auf Schatzkartensuche in der Peep-Box-Bühne des Marionettentheaters Plappermaul und atmen dem kleinen, freiwilligen Freiwilligentheater neuen Glanz ein. Über ein Jahr lang mussten die selbstgemachten Püppchen in ihren Kisten auf diese Mission ausharren.

In der letzten Vorstellung im Jahr 2014 im Stephanushaus am Pfaffengrund war zunächst nicht klar, ob das Puppentheater weiterbestehen könnte. Weil die protestantische Gemeinde ihr Pfarrhaus veräußern wollte, mussten die Plaudertaschen umziehen. Größtes Problem: Trotz einer intensiven Suche wurde zunächst kein neuer Veranstaltungsort gefunden. Bereits 2012 machte sich das Gespann um Winfried und Simone Hildenbeutel auf die Suche nach einer neuen Unterkunft, denn die protestantische Gemeinde wollte ein eigenes Pfarrhaus errichten.

Aber es war wie ein Zauber: Trotz umfangreicher Recherchen wurden keine neuen Zimmer gefunden, die meisten waren schlichtweg zu kostspielig. Da es nur wenig für Kirchenzwecke verwendet wurde, konnten Bühnen-, Sitz- und Technikausstattung in einem eigenen Saal für den permanenten Spieleinsatz untergebracht werden.

Aber selbst als der Stadtrat 2013 die Stadtleitung mit der Suche nach alternativen Quartieren betraute, wurde nichts gefunden, was dem Gesetz entspricht. Das Marionettentheater steht sozusagen zur Jahresmitte 2014 auf der Strasse, und eine von begeisterten Zuschauern ins rechte Licht gerückte Bitte hat daran nichts geändert. Wir haben mit etwas Erfolg und mit Unterstützung der Rhein-Neckar-Zeitung eine neue Unterkunft gefunden:

Wenige hundert Kilometer vom ehemaligen Veranstaltungsort entfern wurde von der Bauhütte Heidelberg ein kleines Ferienhaus im Natursteinhofweg 20 den Plaudererinnen und Plaudern zur Verfügung gestellt. Selbst wenn die Zimmer etwas kleiner sind als die anderen, akzeptierten die Plauderer das Gebot. Als wirtschaftliche Challenge für den Club erwies sich der Umstieg, der rund 36.000 EUR kostete.

Obwohl die Bauarbeiten die Grundüberholung übernahmen und die Gemeinde einen Förderbetrag von 10.000 EUR gewährte, war dies beileibe Beiwerk. Dann hatte der Club zum zweiten Mal Glück: Im Zuge der Kampagne "Extra12" hat die Klaus Tschira Stiftung 23.163 EUR für den Umstieg gespendet. Infos: Puppentheater Plappermaul, Steinerhofweg 20: I. Nov., 14.00 und 16.00 Uhr, Kasper auf Schatzkammersuche; 17. Nov., 16.00 Uhr, Kasper und die Gummibären; 28. Nov., 14.00 und 16.00 Uhr, Die Suche nach dem verloren gegangenen Ei.

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