Reformpädagogik

Bewegungspädagogik

Der Begriff "Reformpädagogik" im Sinne einer epochalen Beschreibung ist nun Ausdruck der pädagogischen Geschichtsschreibung. mw-headline" id="Begriffsentwicklung">Begriffsentwicklung[Edit | < Quellcode bearbeiten] Die Reformpädagogik ist mit verschiedenen Ansätzen zur Reformierung von Schulen, Lehre und Allgemeinbildung verbunden, die - oft auf Comenius, Rousseau und Pestalozzi zurückgeht - die Kinderpädagogik darstellen. In diesem Sinn beinhaltet die ältere Reformpädagogik im weiteren Sinn bereits die Reformpädagogik der visuellen und erlebnispädagogischen Konzepte in Bezug auf Comenius, Rousseau, Pestalozzi und Philanthropie.

Unter Reformpädagogik im engen Sinn versteht man jene Ansätze, die sich Ende des XIX. und im ersten Jahrhundert des XX. Jahrhundert gegen die Lebensentfremdung und den unterjochenden Autoritärismus der herrschenden "Pauken- und Bohrschule" wendeten. Statt Didaktiken, die aus heutiger Perspektive als Verfremdung bis hin zum Kindesmissbrauch im Bildungswesen angesehen werden können, wollten die Erziehungspädagogen eine geänderte Hochschuldidaktik durch eine geänderte Pädagogik und Schultheorie erreichen, die sich im aktionsorientierten Unterrichten vor allem auf die Selbsterwerblichkeit der Lernenden konzentriert.

Die reformpädagogischen Zugänge nach 1945 werden oft als alternative Pädagogik beschrieben. Aber auch Vorreiter der Reformpädagogik wie Adam Diesterweg, Karl Gottfried Scheibert und Friedrich Wilhelm Dörpfeld kritisierten bereits die strikte Abgrenzung zwischen Hochschul- und Unterstufe und die Tendenz zu oberflächlichem Wissen und Disziplin. Ungefähr zeitgleich mit der Entstehung der Jungendbewegung, die die Jugendlichen zum ersten Mal als eigenständige Lebensphase auf der Suche nach Freiheiten und Naturerfahrungen verstand, tauchten Reformpädagogikkonzepte auf, die analog zum Umfang der Jungendbewegung von der demokratischen bis zur ethnischen Bildung in politischen Dimensionen reichten. Hierfür wurden die folgenden Themen behandelt.

Zweideutig waren die Reformer auch beim Thema Anti-Semitismus. Der 1908 als Generalvereinigung für Bildung und Ausbildung ins Leben gerufene Bundes für Schule brachte reformgerechte Lehrkräfte aller Schulformen, Schulverwaltungsvertreter, Dozenten und Interessenten zusammen. Die von Hermann Lietz und Gustav Winneken auf die Lernumgebung und eine "Bildung auf dem Land" ausgerichtete Einheitsschule und der 1908 als Generalvereinigung Deutschlandbildung für Erziehungs- und Bildungsmodernisierung gegrundete Bündnis.

Auch nach dem Ersten Weltkonflikt nahmen viele Unterstützer oder Mitstreiter in den Kultusministerien wichtige Stellungen ein und konnten so die reformpädagogischen Ansatzpunkte mittragen. Besonders hervorzuheben sind Max Hermann Baege, Max Greil, Heinrich Schulz, Carl Heinrich Becker und Ludwig Pallat. Darüber hinaus trafen sich 1919 - nach dem Bundes für Schule und als Teil des DFA - viele reformwillige Erzieher im Bundes entschiedene pädagogische Kräfte im Entschiedenen Schule.

16 ] Im Großen und Ganzen blieb die Reformpädagogik jedoch unter den politisch bedingten Rahmenbedingungen des weimarischen Schülerkompromisses und der noch immer herrschenden Einrichtungen des Schulsystems, die vom Reich unvermindert abgelöst worden waren, ineffizient. Der Waldorfunterricht ist nur teilweise in die Reformpädagogik einbezogen. Das New Education Fellowship,[18], das 1921 auf Anregung von Beatrice Ensemble, Elisabeth Rotten und Adolphe Ferrière als internationales Reformforum für die Reformpädagogik ins Leben gerufen wurde, hat dabei eine wichtige Vorbildfunktion.

Manche Reformpädagoginnen und -pädagogen kombinierten eine stark liberal ausgerichtete Grundeinstellung mit einem starken sozialen Einsatz (u.a. Walter Fränzel, Theodor Litt, Gustav Wyneken), andere verfolgten sozialistische Bildungsideen (u.a. Hans Alfken, Otto Felix Kanitz, Fritz Karsen, Siegfried Kawerau), außerdem gab es auch Volksvertreter (u.a. Wilhelm Schwaner). Durch den Zusammenhang zwischen den Reformpädagoginnen und der Völkerbewegung enthalten einige ihrer Arbeiten auch ethnische, anti-semitische und darüber hinaus ethnische und rauschhafte Aussagen (z.B. von Ellen Key oder Peter Petersen).

Weite Bereiche, insbesondere die kommunistischen, sozialistischen und sozialdemokratischen Bereiche der deutschen Reformpädagogik, wurden von den Nationalsozialisten zum Erliegen gebrachtwerden oder in die Auswanderung gezwungen. Zahlreiche Juden oder Judenvertreter sowie einige Widerständler unter den Erziehungspädagogen sind in den KZs gestorben (unter anderem Johann usz Korczak, Paula Fürst, Gertrud Feiertag, Clara Grunwald, Adolf Reichwein, Elisabeth von Thradden, Kurt Adams, Theodor Rothschild).

Die nach 1945 noch am Leben gebliebenen Reformer konnten im deutschen Sprachraum zunächst nicht an ihre Wichtigkeit in den 20er Jahren anschließen, sowohl im Feld der Landerziehungsheimer Bewegung als auch in der Psychopädagogik (Siegfried Bernfeld, Anna Siemsen). Im SBZ wurden in den Wiederaufbau von Schule und Volksschule ab 1945 Reformpädagoginnen wie Paul Oestreich, Heinrich Deiters, Ernst Wildangel und Erwin Marquardt mit ihren Anforderungen an die Errichtung einer demokratisch, sozialistischen Standardschule miteinbezogen.

Vor allem die Reformpädagogik fand ihren Weg in das Schulwesen der SBZ und der DDR, in Anlehnung an die Einheitliche Schulbewegung von vor 1933, die die persönlichen Talente und Belange der Jugendlichen befördern und im Klassenzimmer im Sinn einer Berufsschule die Verbindung von Lehre und praktischer Anwendung herstellen wollte. Einer der Mitarbeiter war Hermann Röntgen. Wie weit die Integration reformpädagogischer und alternativer pädagogischer Ansatzpunkte in die Mainstream-Schule möglich ist, wie unter anderem in dem von Hans Brügelmann und Falko Peschel befürworteten Begriff der Offenheit, bei dem nur die einzelnen Lernprojekte der Schützlinge für das Unterrichtsgeschehen entscheidend sind, ist innerhalb der Reform- und alternativen Pädagogik kontrovers (siehe auch die Arbeitsschulen Bielefeld, Oberstufen-Kolleg Bielefeld und Glockseeschule).

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