Spielplatz Ausstellung

Kinderspielplatz Ausstellung

Die Ausstellung ist der Schrecken für alle Hubschrauber-Eltern. Im Oktober ist die Bundeskunsthalle in Bonn ein riesiger Spielplatz. Spielplatzausstellung in der Deutschen Kunsthalle - Culture Bislang vernachlässigt die Wissenschaft den Spielplatz. Das macht die Dauerausstellung "The Playground Project" mit Bildern, Models, Filmen erfahrbar. Die Ausstellung konzentriert sich auf die 1950er bis 1980er Jahre, als Sozialreformer, Designer, Gartenarchitekten und Kunstschaffende den Spielplatz als experimentelles Feld und Kreativlabor für sich entdeckt haben.

Mit der Ausstellung soll der Ideenreichtum veranschaulicht werden, der sich hier entwickeln und ausbreiten konnte ( "hier eine Arbeit der französischen Gruppe Ludic"). Besonders erfolgreich ist der "Lozziwurm" (1972) des Zürcher Künstlers Yvan Pestalozzi, dessen Kunststoffhaut sich durch das Ausstellungszentrum schlängelt. So war es möglich, ein beeindruckend schlichtes Konzept mit einem hohen Spielraum in Serien zu realisieren und über hundertfach im Öffentlichen Bereich unterzubringen.

Verantwortlich für die Ausstellung, die bisher in der Zürcher Kunstanstalt gezeigt wurde, ist die Baslerin Gabriela Burckhalter. Darunter auch der gebürtige Schweizer Künstler Ueli Berger, der viele Spielskulpturen entworfen hat. So zum Beispiel im Werk über den großen Skulpturisten und Gestalter Isamu Noguchi, der nach seiner Untersuchung der Garten- und Parkbauweise seiner beiden Häuser in Japan und den USA viele Spielplätze errichtete.

Viele Aufnahmen von Noguchis berühmten Spielwelten sind in der Bonn-Show zu bewundern, darunter Kletterhügel, Hallen und Kinderbecken für das "National Children's Land" in Yokohama, das 1959 zur Trauung von Akihito geplant und 1965 auf einer Gesamtfläche von rund 980.000 qm eröffnet wurde. Die Spielwiese ist ein Kinderspielplatz aus dem neunzehnten Jahrhundert.

Der Hauptzweck der Industrieproduktion war es zunächst, die Straßenkinder im wahrsten Sinne des Wortes von der Strasse zu nehmen und sie auf betreubaren Spielplätzen, nach Geschlecht gegliedert, zu versammeln. Von diesen Anfängen, zum Beispiel in Berlin, berichtet die Ausstellung auch in einem Seitenstreifen (hier eine ziemlich waldreiche, spießbürgerliche Variante). Es geht aber im Kern um die Vorreiter des " heutigen " Spielplatzbaues, der in der Hälfte des zwanzigsten Jahrhundert seinen Anfang nahm.

Hervorzuheben sind die Diamodelle des Österreichers Josef Schagerl, der das Wahlspruch des Oberbürgermeisters Theodor Körner im vom Krieg zerrissenen Wien mit umgesetzt hat: "Kein Wienerkind darf mehr als fünf Gehminuten von einem Kinderspielplatz entfernt sein. "Schagerl markiert den Beginn der Glanzzeit des betonierten Nachkriegs-Spielplatzbaues im angelsächsischen Sprachraum, von dem in Bonn viele Exemplare zu besichtigen sind.

Die Spielplatz-Utopien des japanischen Designers Mitsuru Senda sind aus Holz und Gewebe gefertigt und repräsentieren wie sein japanisch-amerikanischer Kollegen Isamu Noguchi die äußerst fantasievolle japanische Gruppe mit Designs wie "Cosmos" (1975). Auf der rechten Seite Sendas "Running Circuit" von 1979. "The Playground Project" ist bis zum 27. September 2018 in der Bonner Kunsthalle zu besichtigen.

Passend zu seinem Objekt ist er farbenfroh und baulich attraktiv als Spielplatz für alle Sinnesorgane. Aber es ist noch witziger draussen bei "The Playground Project. Wenn Sie wieder ein Spielzeug werden wollen, sollten Sie auf jeden Fall jetzt, in den Ferien, kommen, um die Rutsch-, Brunnen-, Tischtennis- oder Basketballskulpturen von Künstler wie Carsten Höller, Ina Weber oder Jeppe Hein ausprobieren!

Andernfalls kann man die Technik wegen all der Klassen oft nicht mehr erleben. Aber auch bei schlechten Witterungsbedingungen können Sie in Innenräumen weiterarbeiten. Dazu gibt es zwei speziell ausgestattete Zimmer mit Spielgeräten wie "Vier gewinnt", einer Hands-on-Drahtskulptur und einem Collagenangebot. Möglicherweise nutzen Sie diesen freien Raum, um Ihren eigenen Spielplatz zu gestalten.

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