Spielzeug für Smartphone

Kinderspielzeug für Smartphones

Das Smartphone ist kein Spielzeug. Das Smartphone ist kein Spielzeug Mit Smartphones werden Sie allein, unkonzentriert und überaktiv. Das ist das Resultat einer Studie der Uni Leipzig, in der Kindergartenkinder, die jeden Tag vor dem Fernseher sassen. Es zeigte sich, dass bei Kindern, die zu Untersuchungsbeginn ein Smartphone oder einen PC benutzten, später öfter Hyperaktivität oder Unaufmerksamkeit auftraten.

Zusätzlich zu den Kindergartenkindern haben die Leipzig-Wissenschaftler auch 850 größere und jüngere Menschen im Alter von zehn bis 17 Jahren untersucht. Aber auch hier spricht das Ergebnis gegen eine exzessive Benutzung des Mobiltelefons. So blieben die Gymnasiasten längere Zeit vor dem TV, Smartphone oder der Spielekonsole.

Ungeachtet der Art der Ausbildung erhielten die weniger häufig auf dem Schirm anwesenden Schüler im Schnitt höhere Mathematik- und Sportleistungen. Der Psychologieprofessor der San Diego State University, Jean Twenge, sprach von einer "wahren Obsession". Sie schlief beinahe alle jungen Leute neben ihren Handys, legte sie unter ihr Kissen, auf die Bettmatratze oder wenigstens in den Griff.

"Dein Handy ist das Allerletzte, was du siehst, bevor du einschläfst, und das erste, was dir am Morgen ins Auge sticht", sagt Twenge. In der Grundschule sind Smartphones bereits zu einem wichtigen Zukunftsthema geworden. Laut der EU-Initiative Klicksafe sind sie "eher ungeeignet" für Jugendliche unter zwölf Jahren. Im Grunde genommen sollten sie mit den Aufgaben der beweglichen Gefährten vertraut sein, zugleich aber auch ihre Gefahren kennen.

Klicksafe empfiehlt Kindern, sich frühzeitig mit den durch ein Smartphone verursachten Ausgaben auseinanderzusetzen, um unliebsame Überaschungen zu verhindern. Für kleine Schulkinder wären Prepaid-Verträge mit Kostenbegrenzung eine gesicherte Möglichkeit. Es ist auch von Bedeutung, wie viel Zeit die Nachkommen vor dem Schirm haben. Auch kleine Babys können auf elektronische Datenträger angewiesen sein, erläutert Thomas Feibel, Medienfachmann der Online-Plattform Internet ABC.

Zum Schutz der Kleinen darf ihr eigenes Schicksal nicht nur vor dem Fernseher sein. Feibel rät zu gewissen Zeiten des Tages, zum Beispiel beim Zusammenessen oder vor dem Zubettgehen. Nach Feibel sollten Sofortbenachrichtigungen zunächst in allen Applikationen abgeschaltet werden, damit das Mobiltelefon nicht ständig auf sich hinweist.

Es ist auch darauf zu achten, dass die Erziehungsberechtigten ihre Rolle als Vorbild nicht unterbewerten.

Diejenigen, die sich den ganzen Tag an das Angebot halten, sollten sich nicht darüber wundern, wenn die neuen Regeln des Spiels abgelehnt werden, so der Medienexperte.

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