Spielzeug Junge 2

Kinderspielzeug Junge 2

Der Junge spielt mit Spielzeugautos und Zügen | Bild: picture-alliance/. Megagliss 310260 Smoby. weil viele Spielzeuge erst ab drei Jahren geeignet sind.

Wieso will mein Sohn nicht mitmachen?

Selbst wenn sie oft mehr Seite an Seite als zusammen aufspielen. Aber an einem bestimmten Punkt kommt der Augenblick, an dem der eine nach dem Spielzeug des anderen greif. "nimmt das Spielzeug zurück und nimmt es mit. Dieses wiederholte sich ein paar Mal, auf beiden Seite fliessen Risse, endlich enden die Mutter und sind ein wenig verwirrt: Was ist in die Kleinen geraten?

"Sie ist Teil der autonomen Entwicklung, die alle Schüler durchlaufen", sagt Professor Sonja Perren, Entwicklungswissenschaftlerin an den Hochschulen Konstanz und Thurgau. Im Alter von etwa zwei Jahren sehen die Kleinen nicht nur sich selbst, sondern auch die sie umgebenden Objekte. Man beginnt sehr präzise zwischen "mir" und "dir" zu differenzieren - Kinderkonflikte werden einprogrammiert.

Und das gilt auch für Mom und Dad. Und wer möchte nicht, dass ein Kind seine Schaufeln problemlos in den Sand leiht, anstatt zu weinen? Anders bei Sonja Perren: "Die Definition und Umsetzung der eigenen Zielsetzung ist ein wesentlicher Teil der sozialen Kompetenz", sagt die Entwicklungswissenschaftlerin. "Also müssen alle Schüler innen und Schüler durch die Auseinandersetzungen gehen - aber können sie das auch selbst?

Das werden die Kids selbst herausfinden. Die Erwachsenen sollten diese Auseinandersetzungen mittragen, erläutern, warum etwas derzeit nicht zur Verfügung steht, oder mitverhandeln. Im Laufe der Zeit lernt das Kind zu erzählen - es sollte nicht dazu überredet werden. Selbst wenn Mom oder Dad als übergeordnete Autorität eingreift und das Spielzeug lediglich austeilt, gibt es nur Stress.

"Es ist für das Kleinkind von Bedeutung, zu erfahren, sich zu behaupten, seinen Reichtum zu schützen - nicht, dass sich die Erziehungsberechtigten immer für ihn entscheiden", sagt Perren. Auf diese Weise wird die Rolle des Mediators erfolgreich: erkläre, dass du anderen nicht nur etwas wegnimmst. "Wer die Sandkastenschaufel einem Kinde gehören und sie nicht verschenken will, muss das respektieren", sagt Daniela Nindl, Pädagogin und Stellvertreterin einer Münchner Hort.

Die Erwachsenen würden auch dagegen demonstrieren, wenn ihre Nachbarn lediglich die Schlüssel nahmen und ohne zu bitten losbrüllten. Im Laufe der Zeit merken die Kleinen, dass ihnen nichts vorenthalten wird. Es ist mein Spielzeug, es wird so sein, wenn ich es zurück gebe - ich werde es zurückbekommen.

Manch ein Elternteil schreckt vor diesen Konflikten zurück und schafft eine Fülle von Spielzeug. Sich durchsetzen zu können, ist uns ein wichtiges Anliegen. Dass das nicht immer funktioniert, und die Frustration darüber einfach so zu ertragen", sagt Perren. Bei der Kinderbetreuung funktioniert das gemeinsame Nutzen in der Regel etwas besser, da jeder weiß, dass das Spielzeug zur Kinderkrippe oder zum Garten passt.

"Es gibt zwar Auseinandersetzungen, aber sie sind einfacher zu lösen", sagt Nindl. "Es gibt zwei Spielregeln, wenn es um ein Spielzeug oder ein Büchlein geht. Beide können entweder zusammen damit arbeiten oder das ganze Werk zusammen betrachten - oder sie ändern sich nach einer gewissen Zeit. "Auch hier ist es von Bedeutung, dass Erwachsene ihre Streitigkeiten nicht nur ignorieren, sondern ernst genommen, erklärt, bei Verhandlungen geholfen und mit den Schülern eine Einigung gesucht wird.

Geschwisterkinder finden das Miteinander etwas einfacher - früher als einzelne Schülerinnen und Schüler können sie sich durchsetzen, handeln oder nachgeben. Im Alter von etwa vier Jahren ist das große Theater um "meins" und "deins" vorüber und damit ein bedeutender Entwicklungsschritt: Das Kind kann sich nun in die Position anderer versetzen, Wissenschafterinnen und Wissenschafter bezeichnen dies als "Theorie des Geistes".

Auch ältere Söhne und Töchter können jetzt wiegen. Der große Bruder würde lieber nachgeben, wenn seine Mutter ein Spielzeug verlangt.

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