Theater Kiefersfelden

Kiefersfeldtheater

Theater für Performance-Kunst in Kiefersfelden. Springer spielt Kiefersfelden hat ein Event hinzugefügt. So fing alles an Seit 400 Jahren gibt es das Nationaltheater in Kiefersfelden. Bereits ab 1802 wurden im Spieltheaterbetrieb Ritterdramas gemischt und es gab erste Holztheaterhütten am Dorfrand. 1833 verlagerte ein neuer Bau das Volktheater, darunter damals schon vorhandene barocke Drehbühne, weiter ins Zentrum des Dorfes, an den jetzigen Stand.

Die regulären Vorstellungen von Ritterspielen beginnen.

In der Mitte die einzigartigen Ritterdramas des Köhler- und Holzfällers Josef Georg Schmalz. Erste Urkunden mit Zeugnissen über Kiefersfelden-Theateraktivitäten - Vorstellungen auf der Laubengasse des Veitbauers mit Zuschauerbereich auf dem Friedhofshügel. Wahrscheinlich hatte das Kiefersfelder Volksstheater bereits 1774 einen neuen Theaterbau geplant, der vermutlich angefangen hat, der angeblich teilbezahlt, aber nie fertig gestellt wurde.

Anlässlich des 400-jährigen Bestehens des Volktheaters in Kiefersfelden konnte der Regisseur Andreas Gruber seine Theatergemeinde von einer tragischen Triologie aufzeigen.

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Königin Dianora gibt ihrem Mann Octavianus zwei lang erwartete Nachkommen. Octavianus weist seine Ehefrau mit den Zweibeinern ab. Im Laufschritt berauben ein Affen und ein Wolf die schliefenden Pferde der Zarin. Octavianus, Dianora und die zu Adelsrittern gewordenen Töchter sind fröhlich zusammen. Über Gruppenrabatte und Regelungen für die Übernachtung und Exkursionen informiert Sie die Tourist-Information Kaiser-Reich Kiefersfelden gern.

mw-headline" id="History">History[Bearbeiten | < Quelltext bearbeiten]

Als einziges noch vorhandenes Theater dieses Spartens sind die Ritterspiele der Theatergruppe Kiefersfelden in der Komedihütte (Dorftheater) in Kiefersfelden. Einzigartig sind die Auftritte auf der geschichtsträchtigen Drehbühne mit Klappbühne und die Beteiligung der Kiefersfelden-Band nach der Aufhebung vieler gleichartiger Spielgruppen im bayerisch-tiroler Innental nach 1900 weltweit: Jeden Hochsommer führen Laien etwa zehn Theateraufführungen aus dem eigenen Theaterarchiv mit vielen Manuskripten und Rollbüchern aus dem neunzehnten Jahrhundert auf, von denen die meisten noch zu entdecken sind.

Form und Stil der Aufführung sind in den Spielen und Verzierungen weitestgehend bewahrt worden - in der Beharrlichkeit auf die einzigartige Überlieferung und die theatralische Praxis, die durch die geschichtliche Etappe verursacht wird. Eine charmante Sonderform in der Umgebung der Erl- und Thiersee Leidenschaften, des Flintsbacher Volktheaters und des Bad Endorf Heiligenspiele Volktheaters sind daher die Ritterspiele von Kiefersfelden.

Aufgrund des außergewöhnlichen Charakters der Ãsthetik und der Verbandsstruktur der Theaterstiftung fehlt ihnen noch eine solide fachliche Indexierung. Im Kiefersfelden wurden bereits ab dem XVI Jh. Streichelspiele in Versenform mit den einfachsten Kostümen sowie auf die einfachen Bühneneinrichtungen zugeschnittene Textbeiträge mitgebracht. Weil die Mitarbeiter der Tiroler Hammermühle, die im XVII. Jh. von Friedrich nach Kiefersfelden umzog, seit der Antike den größten Teil der Pflege des Stückes hatten, datiert der Stadtchronist Pfarrer Gierl den Auftakt des Theaterstücks ohne geschichtliche Berechtigung auf das Jahr 1618, an anderen Orten bereits auf 1596. Zu Anfang des XVII. Jh. waren Massen von Aktivkohlekämpfern aus dem zillertaler Gebiet zugewandert.

Die Lotteriegemeinschaft Kiefersfelden hat wie in Oberammergau versucht, ihre Leistungen mit einem Gelübde zu legitimieren: Kiefersfelden war auch vom 1770er Passionsspielverbot und 1784 aller heiligen Stücke (einschließlich der Johannesspiele) beeinflusst. In den Jahren 1813 bis 1833 wurden neben heiligen Dramen zunehmend Ritterspiele aufgeführt, in denen die geistliche Grundeinstellung des jesuitischen Theaters in einem säkularen Zusammenhang bewahrt wurde.

Das Lotteriekonsortium setzte sich für ein vorübergehendes Verbot des leidenschaftlichen Spielens ein, wie der Neubau der "Theaterschupfe" im Jahr 1801 auf dem Gelände des jetzigen Dorfbühnen. Die außerordentlichen Bewilligungen wurden jedoch 1812 nur für die Städteober- und Thiersee erteilt, weshalb 1813 die letztmalige Ausführung eines Passionsspieles in Kiefersfelden stattfand. Die einflussreichste Person des Hauses in diesen Jahren war der Mautbetreuer und Zollbeamte Johann Wolfgang Schwarz.

Im Jahre 1833 erfolgte neben der Beauftragung des großen neuen Theatergebäudes die entschiedene Hinwendung zur stilbildenden Art des Dramas des profanen Ritterspiels. Seit 1833 ist der im Innern gefragte Tyroler Köhler Josef Georg Schmalz als Dramaturg und Schauspieler für die Neuauflage des Musikrepertoires verantwortlich. Zwölf seiner 23 dokumentierten Ritterspiele sind im Eigentum der Stadttheatergesellschaft und zählen seitdem zum Kernrepertoire.

1868 erlangten die Kiefersfelder Ritterspiele durch Essays von Ludwig Steub und Reisedokumente rasch überregionalen Ruhm, als dem Rosenheimer Landesgericht und dem Reich Bayern das permanente Spielrecht erteilt wurde. Vor 1900 schuf der Schuhmacher und Musiklehrer Sylvester Graiderer mehrere alte Ritterspiele nach der bis heute unverändert gebliebenen Typenlehre; seine musikwissenschaftlichen Zwischenspiele und Arrangements werden noch heute wiedergegeben.

Damit hat die Theatervereinigung sämtliche internen und externen Krisensituationen überlebt. Im Zuge des NS-Regimes ist es nicht gelungen, eine weltanschauliche Betonung im Sinn deutscher Nationalgruppen vorzunehmen, obwohl die in den dramaturgischen Vorgängern des ausgehenden XVIII. Jh. begründete Ritterspielmoral über Religions- und Rassengrenzen hinweg arbeitete und damit in einem starken Kontrast zur nationalfaschistischen Weltanschauung steht.

Im Jahr 1935 widersetzte sich die Theaterschule erfolgreich dem Bestreben der NSDAP, andere Ereignisse als die Ritterspiele auf der Komedihütte aufzuführen. Bereits seit 1956 wählten oder bestätigten die Gesellschafter der Orchestergesellschaft alle drei Jahre den dreiteiligen Verwaltungsrat und einen Schauspieler. Im Jahr 1970/71 wurde das Theaterhaus saniert und die Comedy-Hütte an die gestiegenen Komfortansprüche angepaßt.

Im Jahr 1991 spielt der Ritter Kiefersfelden zusammen mit dem Volktheater Bad Endorf und das Volktheater Flintsbach erhielt den Kultursieg des Bezirks Rosenheim. Im Jahr 2005 wurde der Rittertheaterverband Kiefersfelden ins Leben gerufen, dessen erste Maßnahme die Renovierung der Sitzgelegenheiten in der Comedy-Hütte war. Die erste Gastspiele der Ritterspiele Kiefersfelden fanden 2007 im geschichtsträchtigen Rokoko-Theater auf Schloß Weitra in Niederösterreich mit einer Aufführung von Siegfried und Ludmilla statt.

Im Jahr 2008 feierte Richardus, der englische Herrscher, den 175. Jahrestag der Comedy Hut. Mit einem Fahnenweg zum Theater stellte die Theatergruppe 2009 erstmalig ihre historischen Verbindungen zu anderen traditionsreichen Theaterstandorten der Schweiz sowie zum Land Bayern und zum Land Tirol unter Beweis. 2010 begann die Vorbereitung auf das Jubliäum "400 Jahre Stadttheater Kiefersfelden". 2011 erhielt das Ritterspiel Kiefersfelden den Kultursieg des Wirtschaftsverbandes der Gemeinde und des Kreises Rosenheim.

Auch die Wiedergeburt der traditionellen Bräuche und kulturellen Formen als Ersatz für die Veranstaltungskultur wirkt sich günstig auf die Kiefersfelder Ritterspiele aus, die immer mehr an Bedeutung gewinnen. Auf dem Gelände der ehemaligen "Theaterschupfe" wurde 1833 die Komedihütte in ihrer jetzigen Gestalt erbaut. Der Bau am Abhang des Buchbergs hat zwei Stockwerke und ein Obergeschoss, im Obergeschoss befindet sich die Barockbühne und das Auditorium auf der Alp.

1970/1971 führte die Gemeinschaft Kiefersfelden eine umfassende Totalsanierung der Rampe durch, die dann entfernt und wieder aufgebaut wurde. "Die Etappe Kiefersfelden (wahrscheinlich nach dem Muster der Rosenkammer von 1734 erbaut) korrespondiert mit dem abgeleitetem Typ der ländlich geprägten dreigliedrigen Nachfolgestufe des achtzehnten und neunzehnten Jh. in einer Vollzähligkeit, die von keinem der Überlebenden und wenigen Vorgängerstufen, einschließlich der Hauptstufen der Leidenschaftsschauplätze, erzielt wird.

Sie ist als theaterhistorisches Werk von großer Tragweite, denn sie stellt neben dem Prototypen der Landhauskulisse auch die wesentlichen Merkmale der Barockkulisse dar. Sämtliche beweglichen Elemente dieser Stufe werden von den Herrichtern von Menschenhand verfahren. Der Hauptgardinen (1914) mit Blick auf Kiefersfelden vom gedachten Blickwinkel einer Burgterrasse, drei Zwischengardinen hinter dem ersten, zweiten und dritten Bühnenpaar, ein Gittergardine (Verliesgardine) auch hinter dem dritten Bühnenpaar und ein weiterer Gardinen vor dem Gleitteil.

Die in Kiefersfelden gespielten Ritterspiele umfassen sowohl künstlerisch wie die "Fetzendramaturgie" des Sturm- und Stressdramas als auch Zufalls- und Überaschungsmomente wie in der Romantiktragödie des Schicksals. Dramaturgie und die Einsatzmöglichkeiten der Kiefersfelder Drehbühne standen im starken Zusammenspiel. Es lässt sich nicht nachvollziehen, ob die Etappe mit ihren Gestaltungsmöglichkeiten für "kleine" und "große" Transformationen Josef Georg Schmalz und einen unbekannten Schriftsteller, der für die Spielgesellschaft bei der Inszenierung ihrer Ritterspiele schreibt, beeinflusst hat.

Vielfältigere Inhalte haben die Theaterstücke von Josef Georg Schmalz und den anderen Autorinnen und Autoren, als Hans Moser in seinen Texten über das alpine Volkstheater ausweist. Die letztgenannten Berufe waren aufgrund der Hütte Kiefersfelden für die lokale Öffentlichkeit und als Berufe des Schriftstellers von besonderem Interesse. Das Orchester Kiefersfelden führt die traditionellen Marsch- und Tanzaufführungen vor den Einzelaufzügen durch.

Josef Georg Schmalz hat seine Gewebe in Billigausgaben der Deutsche Volkbücher und der Ritterromanik gefunden, insbesondere von Joseph Alois Gleich und Christian Heinrich Spieß. Beispielhaft für essentielle Beweggründe in Ritterspielen von Josef Georg Schmalz sind: Einen ersten literarischen Spiegelung der Ritterspiele des Inntales finden Sie vielleicht bei Wilhelm Busch.

Die Ritterspiele Kiefersfelden wurden einem nationalen und internationalen Fachpublikum durch Schriftsätze von Ludwig Steub für die Leipzigische Allgemeinen Zeitungen und Novellen wie " Im Bauernntheater " von Arthur Achleitner (1888) bekannt. Ab 1920 wurden die Kiefersfelder Ritterspiele für die Theaterwissenschaften interessant: Der Literaturgologe Arur Cutscher war in mehreren Aufführungen mit Studierenden der Münchner Maximilians-Universität zu sehen.

Ein Holzmodell der Komedihütte (Stand 1928) ist eine dauerhafte Leihgabe des Kölner Bühnenmuseums an das Blaahaus Museum für Lokalgeschichte in der Stadt Kiefersfelden. Die Ritterspiele Kiefersfelden an der Nahtstelle zwischen Folklore und Theaterschule hat Hans Moser in vielen Texten über das Volksstück in Bayern und Tirol behandelt. Die Ritterspiele sind im In- und Ausland bekannt für ihre einzigartige Form und als Originalteil des Bayern.

Die Ritterspiele Kiefersfelden sind heute das erste Theater im deutschsprachigen Raum mit einem umfangreichen Programm weltlicher Stücke des neunzehnten Jh., die in alter Form mit ernsthafter Einstellung von Laien aufgeführt werden. Die Einzigartigkeit basiert auf der Verwendung der Barockdrehbühne in der Komedihütte sowie auf der Erkenntnis, dass Amateurtheater ähnlicher Herkunft seit langem andere Aufführungsformen und Dramatiken kultivieren (Passionstheater Thiersee und Volktheater Endorf, die Prätorianischen Ritterspiele Parodien des urspruenglich seriösen Gattungsbegriffs, andere geschichtsträchtige Spielgruppen - z.B. Oberaudorf - existieren nicht mehr oder haben ihr Spielkonzept grundlegend verändert).

Mit den Ritterspielen Kiefersfelden haben Kleists Das Häuschen von Heilbronn oder Grillparzer Die Ahafrau an professionellen Bühnen und Naturschauplätzen ebenso wenig gemein wie mit den mittelalterlichen Turnier- und Festplatzattraktionen (z.B. Kaltenberger Ritterturnier). Aufgrund der Seriosität der Organisatoren und Akteure sind die Kiefersfelder Ritterspiele ein gelebtes Traditionsstück in der bayerisch-tiroler Kultulandschaft - sie zählen zu den Bereichen Folklore, versunkenes Kulturerbe, gotteslästerliches Glaubensbekenntnis und trad. Amateurspiel.

Die Ritterspiele der Theaterstiftung Kiefersfelden sind als Adaptation weit verbreitetster Märchen- und literarischer Motive und als Theatergenres aus heiligen Stücken eine unerschöpfliche Sammlung von Quellen für Religionswissenschaften, Theaterwissenschaften, Folklore, Kultussoziologie, Germanistik und Vergleichende Literatur. Dabei haben die Kiefersfelder Ritterspiele neben ihrer Einzigartigkeit als Kulturphänomen eine gesellschaftliche Relevanz. Ebenso wie die Burgtheater Drottningholm oder Bad Lauchstädt, die von Profis aufgeführt werden, ist die alte Kiefersfelder Stadtbühne ein hochwertiges historisches Theaterdenkmal.

Hochsprung Frido Will: Das Volktheater Kiefersfelden. Münchener Universitätsschriften/Münchener BeitrÃ?ge zur Orchesterwissenschaft - Commissionsverlag J. Kitzinger, Munich 1977.

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