Transporthubschrauber Bundeswehr

Verkehrshubschrauber Bundeswehr

Die Bundeswehr erhält bis zu 60 Schwertransporthelikopter. Eine Entscheidung für ein konkretes Fahrzeugmodell war noch nicht getroffen. In den westlichen Ländern gibt es zwei Lieferanten auf dem Gebiet der Schwertransporthelikopter: Die CH-53K von der Firma ?ikorsky und die CH-53K von der Firma Boeing mit dem zweifach drehenden Chinoook. Die Bundeswehr setzt bisher eine alte Variante des CH-53 ein, die spaetestens bis 2030 auslaufen soll.

Zwischen 2023 und 2029 sollen die neuen Helikopter, für die ein Budget von fast vier Mrd. EUR vorgesehen ist, an die Bundeswehr ausgeliefert werden. Urspruenglich wollte die Bundeswehr ihr altes Arbeitstier CH-53, das auch in Afghanistan eingesetzt wurde, durch eine neue Entwicklung ersetzen. Dies entspricht dem Ausschreibungsverfahren der 1960er Jahre, als sich die Bundeswehr zwischen dem CH-53 und dem Chinoook einigte.

Mit dem komplett überarbeiteten Typ CH-53K konkurriert der zum US-Rüstungskonzern Lockheed Martin gehörende Produzent Wikorsky diesmal. Das US Marine Corps hatte die sechs Mrd. USD schwere Weiterentwicklung der sich noch im Test befindlichen Anlage in Betrieb genommen und will 200 Einheiten auf lange Sicht kaufen. Fachleute sehen den Nutzen der CH-53K darin, dass sie als neue Hubschrauber ein großes Modernisierungspotential für die zukünftige Nutzung bietet und die Ausbildung von Lotsen kostengünstiger wäre.

Auf der anderen Seite steht die Feststellung, dass sich der CH-53K noch im Test befindet, als Faktor der Unsicherheit. Der Boeing behauptet, dass sein Chinoook seit den 1960er Jahren auch eine bedeutende Entwicklung durchlaufen hat und mit dem bisherigen Model wenig gemeinsam hat. Die US-Armee zum Beispiel wollte den Chinoook noch Jahrzehnte lang mitnehmen. Allerdings hat der Chinoook mit seinen Tandemrotoren den Vorzug, dass er mit der Verladerampe eine steile Steigung hinauffliegen und Ladungen entladen kann, während er an der Vorderseite weiter in der Atemluft schwebt.

Laut Boeing ist der Chinoook etwa ein drittes Mal günstiger als der CH-53K.

Die Bundeswehr beginnt mit der Suche nach einem zukünftigen Transporthubschrauber.

Das Auswahlverfahren für den zukünftigen Schwerlasthubschrauber CH-53G hat die Bundeswehr nun amtlich eingeleitet..... Generalinspektor Volker Wieker hat gestern (Donnerstag) in der so genannte Auswahlbestimmung entschieden, dass zumindest 45 und bis zu 60 Exemplare eines auf dem Markt erhältlichen Hubschraubers angeschafft werden sollen, wie es am vergangenen Wochenende aus dem Kreis des Bundesministeriums für Verteidigung hiess.

Der Hubschrauber CH-47 Chinook (typisch für die beiden Rotoren) der Fa. Boeing oder der jüngere CH-53K (Foto oben) der Fa. Sikorsky, der mittlerweile zum US-Rüstungsriesen Lockheed Martin zählt und bisher nur beim U.S. Marineinfanteristen vorgestellt wurde, ist die jüngste Ausführungsform. Durch die Festsetzung der Anzahl der Hubschrauber auf einen Wert von 45 wollte der Generalinspektor natürlich verhindern, dass die zuvor erwähnte Mindestanzahl von 40 Stück als Präzedenzfall für die Anschaffung des teureren CH-53 K, aber auch leistungsstärker nach den technologischen Paramete, angesehen werden kann.

Laut dem Bundesministerium wird die Wahl eines der beiden Hubschraubertypen auf Einsatzszenarien basieren, in denen die Flottenperformance mit den Erfordernissen der verschiedenen Einsätze koordiniert wird. Unter anderem wurde untersucht, welche charakteristische Förderleistung in welchem Zeitabschnitt bereitgestellt werden musste, die neben der Leistung der Einzelmaschine auch die Fragestellung berücksichtigte, wie viele Anlagen zur gleichen Zeit benötigt wurden.

Die Tatsache, dass der CH-53K mehr Platz für den Transport von Lasten in der Fräse bietet, während der CH-53K größere externe Lasten aufnehmen kann, würde ebenfalls eine wichtige Funktion erfüllen. Laut der Reuters-Agentur, die erstmals über die Wiekers-Entscheidung berichtet hat, wird der Auftrag für die Anschaffung der Helikopter voraussichtlich ein Volumen von rund vier Mrd. EUR erreichen und bis zur Jahresmitte 2020 fertiggestellt sein.

Mit der Vertragsunterzeichnung erwartet das Bundesministerium, dass das erste Flugzeug 2023 ausgeliefert wird und die neuen Helikopter bis 2026 betriebsbereit sind. Die Versorgung der letztgenannten Anlagen soll 2029 fertiggestellt sein, bevor die alten CH-53er im Jahr 2030 außer Betrieb genommen werden.

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