Zeitungsartikel über Schule

Artikel in der Zeitung über die Schule

Du kannst so nicht zur Schule gehen. Studenten - Aktuelles & Neuigkeiten Warum und wie Erziehungsberechtigte und Lehrerinnen und Lehrer mithelfen können, erläutert die Diplompsychologin Franziska Klemm. Damit dies geändert wird, müssen Schul- und Ausbildungspolitiker endlich nachdenken. In Pisa verlangen die Forscherinnen und Forscher nach konkreten Veränderungen an dt. Hochschulen.

Matthias Kohlmaier "Die Auswahl in den Gedanken der Menschen muss zu Ende gehen" In Deutschland bestimmt die Entstehung den Lernerfolg.

Mit Katja Urbatsch von der ArbeiterKind AG werden Schule und Politiker aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen. Bereits vor 50 Jahren haben die Bildungsministerinnen und -minister Handlungsempfehlungen für die "Geschlechterbildung in Schulen" formuliert. "Nachteilig, wenn man nicht in angemessenem Umfang in den Normalunterricht einbaut": Musikpädagogen beschweren sich über die Entwertung ihres Faches in den schulischen Einrichtungen.

Insbesondere muslimischen Erziehungsberechtigten wollte die hamburgische CDU eine Verpflichtung auferlegen. "Die Mitsprachemöglichkeit von Erziehungsberechtigten mit hohem Bildungsniveau ist im Alltag eher gegeben", sagt ein überzeugter Väter. Jedes Jahr nehmen die Schlafwissenschaftler rechtzeitig zum Schulbeginn das Wort. Für die Schülerinnen und Schüler ist es wichtig, dass sie sich mit dem Schlafen beschäftigen. Erstaunlicherweise stimmen die Erwachsenen und Teenager überein. In einem anderen Schulfach gibt es Meinungsverschiedenheiten.

Die Saraya Gomis ist Beauftragte für Antidiskriminierung an Berliner Schule. Es ist an der Zeit, das zu korrigieren. Nun sollen sie die Richtlinie umstellen. Die Berliner Schulhäuser sind angeschlagen. Während der Ferien wurden 280 von ihnen schließlich restauriert. Weil die Bauteams gerade noch da waren, als die Schule anfing. In der Schule werden viele Schüler und Studenten benachteiligt.

Matthias Kohlmaier "Es gibt bedauerlicherweise auch Idioten unter den Lehrern" Unter #MeTwo tauschen Menschen ihre Erfahrung mit dem täglichen Rassismus auch in der Schule aus. Die Forderung des Deutschen Lehrerverbandes: Nicht abtun.

Furcht macht Schule

Es ging ihr nicht gut, sie konnte nicht atmen, am Morgen nach dem Stehen war sie krank, sie musste sich erbrochen haben. Du kannst so nicht zur Schule gehen. Aber der Doktor hat nichts gefunden, mit dem Baby war alles in Ordnung - zumindest was seine physische Verfassung betraf. Es folgten die Magenschmerzen, das Madchen ging nur sehr unregelmässig zur Schule.

Das steht im Fallbeispiel des behandelnden Zahnarztes. Das Schulschwänzchen, so haben die anderen Jungs das Mädel genannt. Ihre Ärztin bezeichnet es als einen Schulverweigerer. So lautet der Fachausdruck, sagt Martin Knollmann, der Diplompsychologe leitete die Abteilung für schulvermeidende und damit verbundene psychische Krankheiten an der Essener Klinik.

In Deutschland sind fünf bis zehn Prozentpunkte der Schueler mehr als fuenf Mal im Jahr ohne Entschuldigung abwesend. Es gibt zwei Arten von Menschen, die die Schule meiden: die Kleinen, die den Hintern ihrer Erziehungsberechtigten blau machen, weil sie keine Lust auf die Schule haben. Die Jugendlichen, die so viel Schulangst haben, dass jeder Anlauf zu einem Streit für sie wird.

Untersuchungen belegen, dass über 90 Prozentpunkte dieser schwerwiegenden psychischen Störungen bei Kindern auftreten. Die gehen nicht zur Schule, nur weil ihre Leistungen schlecht sind oder sie tyrannisiert werden. Die gehen nicht, weil sie mehr Lasten als andere zu transportieren haben, so dass sie völlig überlastet sind - und die Erziehungsberechtigten manchmal fehlerhaft vorgehen.

Wie bei den Großen können auch bei den Kleinen ihre Rechte nicht argumentierend verteidigt werden, wenn das Schicksal sie erdrückt. Der Verzicht auf die Schule ist eine dieser Optionen - und eine der effektivsten. Handlungsfreiheit führte zu dieser Ablehnung, die weniger als Sturheit als als vielmehr als Furcht auftrat. Dieses Problem kann ein Kleinkind nicht allein lösen. Wenn die Schulangst da ist, dann hängt es von den Erwachenden ab.

Nur wenn sich die Kinder korrekt benehmen, hat das Kleinkind eine Perspektive - und lässt sich nicht zu Mitschuldigen an der Furcht machen. Der Überlastung können viele Facetten zugrunde liegen, Martin Knollmann alle. Die Frau, deren Familienvater Alkoholiker war und die bereits fünf Jahrgänge wegen mehrerer Familienwechsel gehabt hatte, deren Schulnoten schlecht waren und die in jeder neuen Stunde geärgert wurde.

Mit Kindern, bei denen auf den ersten Blick alles richtig erscheint: die zu den Besten ihrer Klassen zählen, für die aber alle zwei eine Tragödie sind und zu großen Misserfolgsangst führen. Besonders oft steht das Wechselspiel von Ängsten und Depressionen hinter der Vermeidung von Schulen. Oft beginnt es mit dem Wechsel in die Sekundarschule, wenn die schulischen Ansprüche wachsen und die Schüler im Alter von zehn oder elf Jahren den Weg in eine neue Schule finden müssen.

Es ist eine große Aufgabe, wenn ein Kind die Schule meidet, um zu erfahren, was dahinter steckt. Das können die Kleinen kaum selbst aussprechen, sie haben vor allem seelische Symptome: Benommenheit, Brechreiz, Bauchschmerzen. Dann laufen die Erziehungsberechtigten von einem Hausarzt zum anderen, und es dauert oft sehr lange, bis die Psychose als Ursache für die Leiden erkannt wird.

Ältere Menschen sprechen oft nicht einmal darüber. Jede Schulverweigerin ist anders, jede von ihnen ist unterschiedlichen Stressfaktoren ausgesetzt, was zu einer übermäßigen Furcht vor dem Besuch der Schule führt. Wie Knollmann in den Angaben seiner Patientinnen und Studenten feststellt, zählen viele von ihnen tendenziell zu den Schulverlierern: Davon geht ein Dritteln in eine Hauptfachschule, über 60 Prozentpunkte haben bereits einen außerplanmäßigen Schulexistenz.

Über 30 Prozentpunkte der Söhne und Töchter sind nicht gut in die Gesellschaft eingebunden, haben oft Streitigkeiten mit anderen oder treten stark zurück. In 22% der Fälle geben die Schulschwänzer an, dass sie schikaniert wurden. Oftmals sind die Angehörigen, aus denen die Schulvermeidenden kommen, in Not. Über die Hälfe der Kleinen leben mit nur einem Vater, es gibt Finanzprobleme und Gesundheitsprobleme:

In der Regel leiden ein gutes Viertel der Erziehungsberechtigten an einer schwerwiegenden Körpererkrankung, 15 Prozentpunkte haben eine Psychiatrie-Diagnostik. Manche haben schon alles über ihren Köpfen, wenn sie nur an sich selbst dachten. Manche haben keine Sorge um ihre eigenen vier Wände, die sie nicht bemerken, ob sie zur Schule gehen oder nicht.

Es gibt viele Familien, die sich um ihre Kleinen kümmern - so sehr, dass sie ihrem Kleinen unbeabsichtigt bei der Schulflucht mithelfen. "Die einen müssen am Morgen vor der Schule erbrechen oder haben heftige Bauchschmerzen", sagt Nathalie Waschke vom Düsseldorfer Schulpsychologischen Institut. Das sollten die Erziehungsberechtigten tun:

Schicke das Baby zur Schule, ermutige es - und bitte es zugleich um Mithilfe. Erkundigen Sie sich bei der Schule, rufen Sie einen Psychologen an. Vielmehr beobachten viele Familien ratlos, wie ihr Baby Tag für Tag im Schlaf liegt und Stunden am Stück spielt. Er wird zum Essen eingeladen, schreibt weiter Verzeihungen für die Schule.

Mit den ersten größeren Abwesenheiten beginnt der Kreislauf und auch die Erziehungsberechtigten wissen nicht mehr, was sie tun sollen, sagt Waschke. Hätten sie aufgegeben, die Schüler zur Schule zu bringen. Sie haben das Gefühl, machtlos, schuldig und ängstlich zu sein, von ihren Schülern zu viel zu erwarten. Aus der Furcht, die vielleicht greifbar war, wird hysterisch.

Für viele Elternvertreter ist der Schulwechsel die optimale Entscheidung. Ein solcher Neuanfang bringt dem Kleinen aber nicht immer viel. "Tauchen danach an der neuen Schule die gleichen Schwierigkeiten wieder auf, werden die Befürchtungen immer größer", sagt Waschke. Dann tritt die Ratlosigkeit in den Vordergrund: Wenn das die richtige Entscheidung sein sollte und sie jetzt wieder von vorne beginnt - was kann mir sonst noch nützen?

Die Veränderung ist nur dann Sinn machend, wenn Leistungsangst im Mittelpunkt steht, d.h. die Art der Schule nicht richtig ausgewählt ist, oder wenn die sozialen Verhältnisse in der Schicht vollkommen außer Kontrolle geraten sind. Die Beratungseinrichtung von Martin Knollmann schaut aufmerksam hin, wenn ein Baby zum ersten Mal zur Therapie kommt. Oftmals ist es hilfreich, mit der Schule zu reden und sich auf Regelungen zu einigen, um z.B. weitere Mobbingfälle zu vereiteln.

Teilweise achtete die Schule nicht sehr darauf, wie oft und warum der Student abwesend war. Andere sind zu vorsichtig: Die Erziehungsberechtigten haben es endlich verstanden, das Kleinkind zur Schule zu schicken, und nach zwei Std. bitten die Erzieher sie sofort, es mitzunehmen - wegen schwerer Abdominalschmerzen.

Zur Unterstützung des Kindes ist auch das Bekenntnis der Schule erforderlich. Wir besprechen mit den Erziehungsberechtigten, wie es darauf ankommt, die Schulpflicht an ihr Kleinkind zu übertragen und das schulfreie Zusammenleben so unschön wie möglich zu gestalten. Wenn du nicht zur Schule gehst, schläfst du erst um elf Uhr morgens, und du wirst nicht den ganzen Tag an deinem Computer sitzen, sondern zu Haus mitarbeiten.

"Das oberste Gebot ist es, die Kinder so rasch wie möglich wieder zur Schule zu bringen", sagt Knollmann. Die Schulvermeidenden erlernen in der Beratungseinrichtung und teilweise auch während eines ambulanten Aufenthaltes, sich zu betätigen, den Tag zu gestalten, zu sportlich zu betätigen und erfolgreich zu sein. Er lernt, welche Ideen ihm bei der Beseitigung der Furcht vor der Rückkehr behilflich sind.

Dabei muss jedes einzelne Kleinkind seinen eigenen Weg zugehen. Die Knollmannschen Kennzahlen belegen, dass es trotz der Hilfen schwer sein kann, den Besuch der Schule wieder zur Norm zu machen: 60 bis 65 Prozentpunkte der früheren Patientinnen und Patientinnen gehen wieder regelmässig zur Schule. Doch knapp 40 Prozentpunkte von Knollmann sehen wieder - manchmal auch mehrfach.

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